Allgemeine Berichte | 09.04.2013

Kindertagesstätte „Luftikus“ in Reifferscheid

Kindern in Ruanda ein wenig Hoffnung schenken

Viele kleine Leute können mit vielen kleinen Taten das Gesicht der Welt verändern

Mit dem Bollerwagen zogen die Kinder durch die Straßen von Tür zu Tür.  Privat

Reifferscheid. Viele Menschen in Deutschland sind zunehmend belastet durch Sorgen um den Arbeitsplatz, finanzielle und familiäre Probleme. Doch sie haben immer noch ein Dach über dem Kopf, haben es warm und leiden nicht an Hunger. Die Kinder besuchen Kindergärten und Schulen, und wenn jemand krank ist, steht ihm ein Arzt zur Verfügung. Viele Menschen in vielen Ländern kämpfen täglich um das Überleben, um eine warme Mahlzeit, einen geschützten und sicheren Platz für die Nacht und eine Decke, die sie wärmt. Eltern können ihre Kinder nicht zur Schule schicken und Krankheit in den ländlichen Gebieten bedeutet für viele Kinder und Alte den Tod. Kindern in Ruanda ein wenig Hoffnung schenken, war das Ziel der Kinder, der Kindertagesstätte „Luftikus“ in Reifferscheid. In der Kreativwerkstatt in der Kindertagesstätte wurde viele Stunden gesägt, geschmirgelt und gebohrt. Moos und Reisig wurden gesammelt und gebunden, Eier in den verschiedensten Techniken gefärbt und zu Hunderten für den Osterverkauf vorbereitet. Tatkräftig unterstützt von den Eltern und den Schulkindern konnten dann in der Woche vor Ostern mit dem Verkauf gestartet werden. Mit Bollerwagen und warmem Kakao machte man sich gemeinsam auf den Weg und wurden an vielen Türen freundlich empfangen. So kamen am Ende 800 Euro zusammen, die der Partnerschule in Ruanda und der Hilfsorganisation „African Angel“ zufließen werden. So können viele kleine Menschen mit vielen kleinen Dingen ein wenig das Gesicht der Welt verändern. Auch Jesus wurde zunächst freundlich von vielen Menschen am Passahfest empfangen, doch leider endete sein Leidensweg mit dem Tod am Kreuz.

In Bildbetrachtungen und Geschichten erfuhren die Kinder den religiösen Hintergrund des Osterfestes und die Freude über das „Erwachen Jesu“ versinnbildlichten sie durch das säen von verschiedenen Samen - auch die Natur erwacht jedes Jahr erneut zu neuem Leben und schenkt Hoffnung und Freude. Am Gründonnerstag saßen Kinder und Erzieher beim gemeinsamen Frühstück beisammen und erzählten vom letzten Abendmahl. Ein langes und intensives Gespräch entwickelte sich und machte das Lied zu Beginn des Frühstücks: „Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter Ihnen“ fühlbar und erlebbar.

Mit dem Bollerwagen zogen die Kinder durch die Straßen von Tür zu Tür. Foto: Privat

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