Koblenz Selbsthilfe Kopf-Hals-Tumore
Kooperation der Selbsthilfegruppe Mund-Kiefer-Gesichtstumore im Kopf-Hals-Tumor Zentrum Koblenz
aus Koblenz
Koblenz. Eine wichtige Unterstützungs-Möglichkeit für Kopf-Hals-Tumor Patient*innen im Marienhof und Bundeswehrzentralkrankenhaus ist mit der Kooperation zur Selbsthilfegruppe Mund-Kiefer Gesichtstumore Koblenz geschaffen worden.
Künftig stehen Selbstbetroffene bei Bedarf mit Rat und Tat unterstützend zur Verfügung.
Absprachen zwischen Prof. Dr. Moritz Meyer Katholisches Klinikum Marienhof, Oberfeldarzt PD Dr. Dr. Pabst Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz und Gunthard Kissinger, Leiter der Selbsthilfegruppe Mund-Kiefer-Gesichtstumore wurden getroffen.
Information zur möglichen Kontaktaufnahme zu ähnlich Betroffenen werden den Patienten*innen und Angehörigen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden Mitglieder der Selbsthilfegruppe zeitweise während den Tumorsprechstunden in den Kliniken vor Ort sein.
Dabei geht es nicht um medizinische Beratung, sondern um Begleitung und Austausch von Erfahrungen. Selbstbetroffene kennen den Moment der Diagnose und sie stellten sich in der Phase der Nachsorge ähnliche Fragen wie es mit der Genesung weitergehen wird. Wo finden sich gute Begleittherapien? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es sonst noch? Im Austausch mit Gleichbetroffenen finden sich immer wieder Ideen die Erleichterung in der Verarbeitung und Akzeptanz der Erkrankung mit ihren Folgen haben können.
Die Selbsthilfegruppe, die offen für Betroffene und Angehörige ist, trifft sich regelmäßig am zweiten Dienstag im Monat in Räumen der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz. Wenn bei psychoonkologischen und/oder sozialrechtlichen Fragen professionelle Unterstützung notwendig ist, steht die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz mit ihrem kostenfreien professionellen Beratungsangebot den Ratsuchenden unbürokratisch zur Seite.
Die Selbsthilfegruppe ist Mitglied im Bundesverband Kopf-Hals-Mund-Krebs e.V. und damit bundesweit vernetzt. So finden wir fast immer auch passgenaue Betroffene für gezielte Nachfragen.
Weiterhin wird die Kooperation in Koblenz auch jährlich gemeinsame Patiententage für Kopf-Hals-Tumor Patienten, Angehörige und Interessierte umsetzen.
Mit dem gelebten Kooperationsvertrag wird auch eine wichtige Bedingung der Deutschen Krebsgesellschaft umgesetzt, um als Kopf-Hals-Tumor Zentrum anerkannt bleiben zu können. Hier wird neben der fachlichen Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Disziplinen auch gefordert, dass die Selbsthilfe mit einbezogen wird.
Man freut sich, dass dies nun hier in Koblenz für Menschen mit Kopf-Hals-Tumoren Realität werden kann. Dieses Angebot ist kostenfrei, da es sich für die Betroffenen um ehrenamtliches Engagement handelt.
Für Auskünfte und Gespräche stehen sie gerne auch per Telefon 0152/01715908 oder per E-Mail gkissinger@online.de zur Verfügung.