Sonderpreis des Kreises Ahrweiler ging an Insul
Landrat Dr. Jürgen Pföhler genoss die Stimmung im Oktoberfestzelt
Insul. Die Ortsgemeinde Insul hat den Sonderpreis des Kreises Ahrweiler aus dem Förderprogramm Ländlicher Raum erhalten. Landrat Dr. Jürgen Pföhler überreichte die Urkunde zu der mit 2.500 Euro dotierten Auszeichnung an Ortsbürgermeister Ewald Neiß. Der Sonderpreis belohne „ein besonders gelungenes innovatives Projekt in unserem kreiseigenen Förderprogramm“, betonte Pföhler: den Anbau eines Geräte- und Lagerhauses an das Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“. Passender Anlass für die Preisübergabe war das Oktoberfest in der Ahrtalgemeinde, vom Junggesellenverein 1982 Insul das von den Junggesellinnen und Junggesellen organisiert wird. Um solche Veranstaltungen zu stemmen, braucht der Verein unter dem Vorsitz von Sascha Cläsgens Material- und Lagerräume. Der richtige Platz dafür fand sich an der Alten Schule. Zugleich überreichte der Landrat aus aktuellem Anlass die Dankurkunde des Kreises Ahrweiler zur Verleihung der Goldmedaille an die Ortsgemeinde Insul im Landesentscheid „Unser Dorf hat Zukunft 2014“. „Vor wenigen Tagen Landes-Gold in der Sonderklasse des Unser-Dorf-Wettbewerbs und jetzt den verdienten Sonderpreis des Kreises Ahrweiler - Insul hat zurzeit allen Grund zum Feiern und kann sehr stolz sein“, unterstrich der Landrat.
Das wichtigste Projekt für die Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung sei der kontinuierliche Ausbau der ehemaligen Schule zum Bürgerhaus, das allen Vereinen als Begegnungsstätte diene. Der 80 Quadratmeter große Lagerraum für die Junggesellen ist vom Hauptgebäude abgetrennt. Die Herrichtung des Dorfgemeinschaftshauses selbst wurde mit 113.000 Euro aus der kommunalen Dorferneuerung unterstützt. Die Bürger Insuls leisteten hierbei rund 2.000 Stunden in Eigenleistung. 2012 hat der AW-Kreis die Ortsgemeinde ebenfalls aus dem Fördertopf Ländlicher Raum unterstützt, und zwar mit knapp 4.000 Euro für die Neugestaltung der Kreuzung Welsbachstraße/Ahrstraße. Für den Anbau des Geräte- und Lagerhauses flossen nochmals 5.000 Euro aus dem Fördertopf. Über die Auszeichnung durch den Landkreis freute sich auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau Guido Nisius und ganz besonders Ortsbürgermeister Ewald Neiß und für die Junggesellen der Vorsitzende Sascha Cläsgens. Zum besonderen Schmuck in dem Lagerraum zählt die erste Vereinsfahne von 1905, die erst vor ein paar Tagen aus dem Bayerischen Raum zurück kam, wo sie aufwendig von Nonnen restauriert wurde. Die enormen Kosten der Restaurierung sind im Übrigen aus der Vereinskasse der Junggesellen geflossen, so der Vorsitzende.
Die restaurierte Vereinsfahne vom Junggesellenverein
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