Politik | 16.07.2013

Lehrer aus Karlsruhe erkunden die Eifel für das Fach Erdkunde

Lehrerausbildung am Nürburgring

Die Lehrergruppe besuchte unter anderem die Quiddelbacher Höhe.privat

Nürburgring. Zwei Stunden weit gefächerte historische und wirtschaftliche Informationen zum Nürburgring am Morgen im Seminarraum im ring°werk, dann Einblick in das ring°werk selbst, am Mittag Genuss im Lindner 4-Sterne-Hotel-Restaurant, am Nachmittag Führung durch den Boulevard, die ring°arena, Fahrerlager mit Start- und Zielgerade und überragender Blick TÜV-Turm, ökologische Fragen am Regenrückhaltebecken zum Hatzenbach, Besichtigung der Rennwerkstatt Manthey-Racing einschließlich Gewerbepark am Nürburgring und als Kontrastprogramm am späten Nachmittag Begehung des Naturschutzgebietes Quiddelbacher Höhe als Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft durch das alljährliche 24-Stunden-Rennen - ein kompaktes Programm.

Diesmal kein Eis, kein Schnee in der Eifel am Nürburgring: Bei strahlendem Sonnenschein analysieren angehende Lehrer in Ausbildung für das Gymnasium aus Karlsruhe den Komplex Nürburgring unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit: wirtschaftliche Faktoren, ökologische Fragen und soziale Aspekte stehen auf dem Stundenplan. Mit ihrem Ausbilder, Studiendirektor Dr. Thomas Hoffmann, erkunden 13 junge Lehrerinnen und Lehrer für das Fach Erdkunde die Eifel.

Am Nürburgring begleitet sie Winfried Sander, Lehrer am Erich-Klausener-Gymnasium in Adenau und bei Pädagogen bundesweit nachgefragter Fachmann in Sachen Nürburgring und dessen Umsetzung in Unterrichtsprojekten.

Hoffmann und seine Gruppe erleben besonders eindrucksvoll den Kontrast zwischen der regen und lauten Geschäftigkeit im Umfeld eines 175-Einwohnerdorfes wie Nürburg mit dem distanzierten Blick von der Quiddelbacher Höhe aus auf die Anlagen am Nürburgring und zugleich auf die Nürburg in thronender Lage.

Intensiv thematisiert werden auch touristische Alternativen beziehungsweise Ergänzungen zum Nürburgring, etwa der aktive Wandertourismus, der aber seine Grenzen findet in den punktuellen und heftigen Lärmereignissen, die von der Rennstrecke ausgehen.

Nicht ausgespart wird natürlich die aktuelle Situation um das Konzept der neuen Anlagen am Nürburgring einschließlich des umstrittenen und offenbar dennoch sicher notwendigen Verkaufs der gesamten Anlage bzw. in Teilen an noch nicht bekannte Investoren.

„Für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer ein Paradebeispiel für die Raumanalyse in der Behandlung im Erdkundeunterricht“, befand abschließend Hoffmann und bedankte sich für die Gruppe für die Aufbereitung der Situation und der Probleme vor Ort. Er freut sich auf die Darstellung aller Probleme auf einem digitalen Datenträger (CD), den Sander als Autor und in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für Umweltaufklärung in Mainz für den Oberstufenunterricht im Leistungskurs Erdkunde in Rheinland-Pfalz zurzeit erstellt.

Auch die Besichtigung der Porsche-Werkstatt Manthey-Racing stand auf dem Programm.

Auch die Besichtigung der Porsche-Werkstatt Manthey-Racing stand auf dem Programm.

Die Lehrergruppe besuchte unter anderem die Quiddelbacher Höhe.Fotos: privat

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