Pflegearbeiten am Wirftbach
Mit dem BUND unterwegs
Hoher Körpereinsatz in der Eifel
Adenau. Strahlender Sonnenschein ließ am Morgen den Raureif an den Bäumen glitzern. Die Aktiven von der BUND-Kreisgruppe Ahrweiler konnten sich dafür an ihrem Projekt „Wirftbach“ warm arbeiten. Der BUND hat den oberen Teil des Wirftbaches in einer Patenschaft. Eine Patenschaft bringt Verpflichtungen: Pflege des Baches und seines Umfeldes. Das will heißen: Kartierungen und Messungen, um den Ist-Zustand zu ermitteln und dann Veränderungen hin zu einem nach heutiger Auffassung angemessen ökologischen Zustand zu erreichen. Das erfordert einerseits Pflanzungen in der Gewässeraue mit für den Bachbereich typischen Bäumen (zum Beispiel Schwarzerle und Eschen), aber andererseits auch Entfernung der bachuntypischen Bäume, hier vor allem von Nadelbäumen wie der Fichte. In diesem Frühjahr hat die BUND-Kreisgruppe bereits etliche Bäume in der Bachaue, also im Überschwemmungsbereich, angepflanzt. Das zuständige Forstamt in Adenau hat das seine dazu außerhalb der Bachaue u.a. mit der Vogelbeere geleistet. Im jetzigen späten Herbst steht das weitere Entfernen der so genannten „Naturverjüngung“ von Fichten an, nachdem der Forst die großen schlagreifen und wirtschaftlich wertvollen Bäume vor längerem bereits entfernt hatte. „Wir beschleunigen durch unser Tun lediglich die natürliche Entwicklung, die sowieso eingetreten wäre, denn die Fichten sind nicht lange überlebensfähig und wenig wertvoll, wenn sie in einem solch feuchten Umfeld wachsen“, erklärt Reinhard van Ooyen, BUND- Vorsitzender der Kreisgruppe Ahrweiler, die laufende Maßnahme. Fichten führen zudem zur Versauerung des Gewässers und damit einer Verschlechterung der Lebensbedingungen für die dort vorkommenden Tiere. Im Gegensatz zu Esche und Erle helfen sie auch nicht bei der Minderung der Erosion.
Pressemitteilung der
BUND Kreisgruppe Ahrweiler
Die freigestellte Fläche am Wirftbach
