Allgemeine Berichte | 06.08.2014, 16:10 Uhr

Ermittlungen gegen internationales Schleusernetzwerk

Mutmaßlicher Kopf einer Schleuserbande in Sinzig festgenommen

Die Bundespolizei hat Sechs mutmaßliche Mitglieder eines Schleusernetzwerks in Sinzig, Bad Münstereifel und im Raum Berlin festgenommen. Sie sollen in mindestens 13 Fällen 66 Personen geschleust haben. Mutmaßlicher Kopf der Bande ist ein 45-Jähriger aus Sinzig.

Koblenz-Rheinland-Pfalz-Berlin In den frühen Morgenstunden des 6. August vollstreckten Einsatzkräfte der Bundespolizei in Sinzig, Bad Münstereifel sowie im Raum Berlin sechs Haftbefehle gegen Angehörige eines mutmaßlichen Schleusernetzwerkes. Die Männer stehen im dringenden Verdacht, Schleusungen in das Bundesgebiet und in andere Schengenstaaten organisiert und durchgeführt zu haben. Sieben Wohnungen wurden durchsucht. Die etwa 140 beteiligten Bundespolizisten stellten umfangreiches Beweismaterial sicher. Die Beschuldigten ließen sich ohne Widerstand festnehmen.

Mann aus Sinzig mutmaßlicher Kopf der Bande

Dem heutigen Zugriff gingen seit Januar 2014 intensive Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Bexbach im Auftrag der Staatsanwaltschaft Koblenz voraus. Als Kopf des Schleusernetzwerkes trat ein 45-jähriger Mann aus Sinzig in Erscheinung. Die Gruppe hatte sich darauf spezialisiert, syrische Staatsangehörige von Italien, über Österreich, die Schweiz oder Frankreich nach Deutschland und von dort weiter nach Skandinavien zu schleusen. Bisher werden dem Schleusernetzwerk mindestens 13 Fälle zugeordnet, in denen insgesamt 66 Personen geschleust wurden. Der Preis für die Schleusung lag bei den Taten proPerson zwischen 600 und 1000 Euro, der Regelsatz war 800 Euro. Alle Personen wurden nach ihrer Festnahme erkennungsdienstlich behandelt und werden am Donnerstag dem Haftrichter des Amtsgerichtes in Koblenz vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an.

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