Politik | 29.10.2013

Der Kreiswaldbauverein hatte zur Mitgliederversammlung nach Dümpelfeld eingeladen

Neuer Vorstand ist im Amt

Der Vorstand (v.l.) Walter Friedrichs, Werner Basche, stellvertretender Vorsitzender Dr. Christoph Abs, Vorsitzender Albrecht Freiherr von Boeselager, Hans Beyer, Toni Schröder, Martin Dievenich, Geschäftsführer Bernd Schiffarth. UM

Dümpelfeld. Der Kreiswaldbauverein Ahrweiler hatte zur Mitgliederversammlung in die DüNaLü Halle nach Dümpelfeld eingeladen, wo im internen Teil der Versammlung die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung stand. Hier bestätigten die Mitglieder die gute Arbeit des Vorstandes und wählten Albrecht Freiherr von Boeselager aus Kreuzberg erneut zum Vorsitzenden sowie Dr. Christoph Abs aus Wachtberg zum Stellvertreter und Bernd Schiffarth aus Adenau zum Geschäftsführer. Zu Beisitzern wurden Martin Dievenich aus Rech, Walter Friedrichs aus Barweiler, Hans Beyer aus Adenau, Toni Schröder aus Niederzissen-Rodder sowie Werner Basche aus Wimbach gewählt.

Der alte und neue Vorsitzende Freiherr von Boeselager begrüßte im Anschluss zur Versammlung die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil, die Landtagsabgeordneten Marcel Hürter und Horst Gies, der als Erster Kreisbeigeordneter Landrat Pföhler vertrat, sowie die stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP, Christina Steinheuer, und den Hausherren Ortsbürgermeister der Gemeinde Dümpelfeld, Dr. Rainer Schlömp. Von der Seite des Forstes waren es der leitende Forstdirektor Thomas Schriever von der Zentralstelle der Forstverwaltung, Oberforstrat Winand Schmitz vom Forstamt Adenau und Forstrat Ulrich Jacobs für das Forstamt Ahrweiler sowie Kreisjagdmeister Joachim Polch und der Vorsitzende vom Kreis Bauern- und Winzerverband Ahrweiler Hans Boes, die der Vorsitzende als Gäste begrüßte.

Zufriedener Rückblick

Der Vorsitzende blickte zufrieden auf die vergangen zwei Jahre, seit der letzten Mitgliederversammlung zurück in der es die Natur mit uns gut gemeint hat, so von Boeselager. So gab es keine größeren Stürme oder Käferkamalitäten und auch der Holzpreis ist so einigermaßen angekommen, sodass nachhaltige Arbeit in den Wäldern möglich war. Das steigende Interesse an Brennholz und die Vermarktung von Holz niederer Qualität ermöglicht, dass sich auch der Privatwaldbesitzer wieder mehr für sein Eigentum interessiert und seinen Wald nicht mehr nur als Problemfall wahrnimmt. Allerdings hat das auch seine Schattenseiten, so der Vorsitzende, da die Landesregierung die bessere Situation zur Streichung von Zuschüssen nutzt, zu der sie gesetzlich nicht verpflichtet ist. So gibt es außer bei Flurbereinigungsverfahren keine Wegebauzuschüsse mehr, was die Privatwaldbesitzer im Landkreis Ahrweiler hart trifft, da bei den überwiegend kleinparzellierten Waldflächen der Wegebau von den Eigentümern nicht gestemmt werden kann. So wird er wohl vielerorts sogar zum Erliegen kommen und viele Waldflächen können dann wohl nicht mehr erschlossen werden, fürchtet der Vorsitzende. Hier appellierte der Vorsitzende an die Landesregierung, auch weiterhin die notwenigen Mittel zur Flurbereinigung bereitzustellen.

Gegen Nationalparkprojekte

Der Vorsitzende sprach sich auch gegen Nationalparkprojekte aus und war froh, hier nicht davon betroffen zu sein. Wenn große Holzflächen aus der Bewirtschaftung heraus genommen werden, führt dies zum Beispiel zum illegalen Holzeinschlag in den Tropenwäldern. Die deutsche Forstwirtschaft hat seit Generationen bewiesen, dass man die Natur nachhaltig bewirtschaften kann, so Boeselager. Für problematisch sieht der Vorsitzende allerdings die allzu hohe Rotwilddichte, die vielen Gegenden mehr als halbiert werden müsse. So hofft der Vorsitzende, dass das überarbeitete Jagdrecht und die neue Landesjagdverordnung helfen, das Übel abzuwenden. Bei aller Freude über gute Trophäen, die von Boeselager selbst als Jäger verstehen kann, muss falsche Trophäensucht hinten anstehen, wenn es um den Schutz des Waldes geht. So forderte der Vorsitzende ausdrücklich, dass das generelle Fütterungsverbot bestehen bleibt und der Rotwildbestand über den Abschuss geregelt werden muss. Hierzu merkte Boeselager an, dass es bereits jetzt im Herbst in einigen Teilen der Wälder schon wieder so aussähe, als ob man sich im übervölkerten Gatter befände.

Wertvolle Arbeit für den ländlichen Raum

Zum Schluss dankte der Vorsitzende dem Geschäftsführer Bernd Schiffarth und den Mitarbeitern für die geleistete Arbeit sowie den Privatwaldbetreuern von den beiden Forstämter Adenau und Ahrweiler. Sie alle leisten wertvolle Arbeit für den ländlichen Raum, dort, wo es wichtig ist, die Verbindung zum Wald zu erhalten. Grußworte gab es vom Kreisbeigeordneten Horst Gies, der den Kreis Ahrweiler auch als „Waldkreis“ mit mehr als 50 Prozent Baumbestand bezeichnete. Gies lobte den Waldbauverein als eine starken Interessenvertreter, der wertvolle Informations- und Aufklärungsarbeit leiste, und dazu eigens das „Haus des Waldes“ in Adenau für die vielfältigen Angebote unterhält. Weitere Grußworte gab es auch von der Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil sowie dem Landtagsabgeordneten Marcel Hürter. Wie die zentrale Holzvermarktung für den Privatwaldbesitzer von der Auszeichnung über Einschlag bis zum Verkauf aussieht, das wurde eindrucksvoll von den Forstbeamten vom Forstamt Adenau vorgetragen.

MdB Mechthild Heil war zu Gast beim Kreiswaldbauverein.

MdB Mechthild Heil war zu Gast beim Kreiswaldbauverein.

Der Vorstand (v.l.) Walter Friedrichs, Werner Basche, stellvertretender Vorsitzender Dr. Christoph Abs, Vorsitzender Albrecht Freiherr von Boeselager, Hans Beyer, Toni Schröder, Martin Dievenich, Geschäftsführer Bernd Schiffarth. Fotos: UM

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