Hospizverein Rhein-Ahr
Neujahrsempfang beim Hospizverein Rhein-Ahr in der Zweigstelle in Adenau
Adenau. Der Hospizverein Rhein-Ahr e.V. hatte zum traditionellen Neujahrsempfang in die Begegnungsstätte nach Adenau am Markt eingeladen, wo die Vorsitzende Ulrike Dobrowolny die Gäste begrüßte. Neben dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau Guido Nisius war auch der Kreisvorsitzende des DRK Kreisverbandes Ahrweiler Achim Haag sowie Raffael Sorbilli vom Seniorenzentrum Villa am Buttermarkt zum Neujahrsempfang in die Begegnungsstätte gekommen, die von Sabine Bilnik-Clauß als Ansprechpartnerin geführt wird. Aber auch die Vorstandsmitglieder sowie das Team der Hospizschwestern waren nach Adenau in die Eifel gekommen. Es war jetzt das zweite Mal, das die Vorsitzende interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreter der Kommunen, Vereine und Träger von Institutionen in der Begegnungsstätte des Hospizvereins begrüßen konnte. Die kleine Begegnungsstätte dient sowohl den fünf hauptamtlichen Palliative Care Schwestern als Dienstsitz wie auch für Beratungen, Informationen. Aber auch als Trauertreff, jeden letzten Freitag im Monat 15:00 bis 17:00 Uhr begleitet von Sabine Bilnik-Clauß, für Menschen aus Adenau und der Umgebung, so die Vorsitzende. Auch wenn die familiären Strukturen im ländlichen Raum noch stabiler sind, gibt es den Bedarf, mit einem außenstehenden Menschen über den eigenen Trauerprozeß ins Gespräch zu kommen. So wurden vom Hospizverein Rhein-Ahr im vergangenen Jahr im Raum Adenau 52 schwer kranke Menschen und deren Familien von den hauptamtlichen Schwestern sowie den fünf ausgebildeten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen begleitet.Dieser Einsatz findet nicht nur im häuslichen Bereich, sondern auch in Pflegeeinrichtungen statt, hier wünscht sich die Vorsitzende, dass sich weiter ehrenamtliche für diese wichtige Aufgabe der Begleitung finden. Begleitung schwer kranker Menschen und deren Angehörigen wird notwendig, da Medizin mit ihrer Machbarkeit Probleme auslösen kann. Auch der Umgang mit Sterben und Tod führt heute zu Verunsicherungen, da das Thema weitgehend verdrängt wird, so die Vorsitzende. Auch an der Veränderung der Bestattungskultur ist zu erkennen, wie sehr Menschen sich aus alten Traditionen lösen und auch der Umgang mit Sterben und Tod „neu erfunden wird“, so Ulrike Dobrowolny. Menschen dabei nicht allein zu lassen und sie in ihrem eigenen Weg zu unterstützen, ist die Aufgabe des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr. Derzeit wird das erste stationäre Hospiz im Kreis, in der Nähe zum Krankenhaus „Maria Hilf“ in Bad Neuenahr, gebaut und da nannte die Vorsitzende den 25.März 16.00 Uhr als wichtigen Termin zum Richtfest, wozu alle eingeladen sind
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