SG OberahrtalSF/Barweiler
Pokalaus nach offenem Schlagabtausch
TuS Hausen I - SG OASF/Barweiler I 3:2 n.V. (2:2, 2:2, 1:1)
Barweiler. Nach einer sechswöchigen Vorbereitung war es endlich so weit: Das erste Pflichtspiel der neuen Saison stand vor der Tür. Nach gemischten Testspielergebnissen freute man sich auf die erste echte Standortbestimmung gegen eine komplett neu zusammengestellte Heimmannschaft.
Vor 80 Zuschauern legten die Gäste dann allerdings einen Start hin, wie er schlechter nicht hätte ausfallen können. Hausen überspielte mit einem einfachen langen Ball die OASF-Innenverteidigung, sodass sich der gestartete Dennis Fücks frei vor Marcel Ley wiederfand und nach genau 78 Sekunden eiskalt mit einem Flachschuss in die lange Ecke zum 1:0 traf. In der Folge entwickelte sich eine umkämpfte und relativ ausgeglichene Begegnung, in der Oberahrtal allerdings die qualitativ besseren Chancen besaß, und zwar in Person von Lukas Knelke, Max Metzen, Max Niggemann, Lukas Thelen und Justin Fries. Als dann Max Metzen im Strafraum den Ball am TuS-Torhüter vorbei spitzelte und anschließend von diesem zu Fall gebracht wurde, bekam die Gastmannschaft einen Foulelfmeter zugesprochen. Diesen konnte Marcel Ley in der 36. Minute souverän zum 1:1 verwandeln.
Hausen kam wacher aus der Kabine
In der zweiten Halbzeit war eine Veränderung der Kräfteverhältnisse zu erkennen. Hausen kam deutlich wacher aus der Kabine, setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest und kam zu einigen guten Möglichkeiten. Die Beste, einen Flachschuss aus zentraler Position, vereitelte Marcel Ley per Fußabwehr. Mitten in diese Drangphase des Gegners hinein brach dann Sebastian Sesterheim durch und fand sich alleine vor dem heimischen Schlussmann wieder. Beim Versuch, diesen zu umspielen, wurde er im Strafraum festgehalten und zu Boden gerissen. Die logische Konsequenz war der zweite Strafstoß des Tages und zudem die rote Karte für den Torhüter. Auch diesmal ließ sich Marcel Ley die Chance nicht nehmen und bezwang den Ersatztorwart nach 52 Minuten zum 1:2. Wer allerdings dachte, die Gäste würden durch den Führungstreffer zu mehr Sicherheit finden, sah sich getäuscht. Die Platzherren entwickelten eine Jetzt-erst-recht-Einstellung und drängten trotz Unterzahl vehement nach vorne. Nach einem Einwurf musste man in der 72. Spielminute mittlerweile verdientermaßen den Ausgleich hinnehmen. Ein TuS-Spieler wurde am Torraum nicht energisch genug an der Flanke auf den langen Pfosten gehindert, die Roy Karam per Flugkopfball verwerten konnte. Nun hatten beide Mannschaften einige Chancen, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Waren es auf der Oberahrtaler Seite der 18-jährige Senioren-Debütant Marc Hollender, Christian Lückenbach sowie Lukas Knelke, die mit platzierten Distanzschüssen am Torhüter scheiterten, kam auch Hausen zu zwei hundertprozentigen Gelegenheiten. Mit dem Schlusspfiff vergab der entkräftete Justin Fries die letzte Möglichkeit, als er von der Mittellinie das verwaiste gegnerische Tor verfehlte.
Verlängerung
In den ersten 15 Minuten der Verlängerung kontrollierte Oberahrtal das Spiel gegen konditionell abbauende Gastgeber und kam zur besten Chance durch Sebastian Sesterheim, der frei vor dem Torhüter statt selbst abzuschließen noch einmal auf Lukas Knelke querlegte, der dann aber vom Ball getrennt wurde. Sekunden nach dem Anpfiff der letzten 15 Minuten kam dann aber der große Schock für die Gäste, bedingt durch einen „zehntausendprozentigen“ individuellen Fehler, als man sich den Ball im eigenen Strafraum ohne jede Not von Daniel Knaus abluchsen ließ, der diesen nervenstark über Marcel Ley hinweg ins Netz lupfte. Die größte Gelegenheit für die anrennenden Gäste zum 3:3 vergab Lukas Knelke, der, angespielt von Sebastian Sesterheim, mit seinem Schuss aus relativ kurzer Distanz an einem Verteidiger hängen blieb.
Fazit
Im Prinzip war das Spiel über weite Strecken nichts anderes als ein Abnutzungskampf. Gerade als das Pendel zunehmend in Richtung der Gäste auszuschlagen schien, entschied ein folgenschwerer Aussetzer das gesamte Spiel. Die Niederlage ist sehr ärgerlich, weil man gerade in der ersten Halbzeit und in der Verlängerung die klareren Chancen besaß und zudem über eine Stunde in Überzahl agierte, von der man allerdings viel zu lange Zeit nicht wirklich etwas merkte. Nun gilt es, diese bittere Erfahrung abzuhaken und in der sehr stark besetzen Meisterschaft schnellstmöglich anzufangen, Punkte zu sammeln.
Vorschau
SG OASF/Barweiler I - SC Wassenach, Sonntag, 23. August, 14.30 Uhr in Antweiler.
Zum Meisterschaftsauftakt treffen die Gastgeber auf den stark einzuschätzenden Aufsteiger aus Wassenach.
SG OASF/ Barweiler II gelingt keine Überraschung im Pokal
SG OASF/ Barweiler II : SG Mosel Löf II 0:3 (0:2).
Im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Uwe Kolbig bestritt die zweite Mannschaft der SG Oberahrtal/Barweiler das Pokalspiel gegen den C-Ligisten SG Mosel Löf II. Auf dem Papier waren die Rollen klar verteilt, doch da der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze hat, ging die Heimmannschaft dieses Spiel durchaus motiviert an, war es doch eine gute Möglichkeit, um zu sehen, wo man im Moment mit der Leistung steht. Schnell sah man, dass beide Mannschaften nicht in derselben Liga spielen. Die Gäste rissen von Anfang an das Ruder an sich und bestimmten das Spiel. Die Heimelf hingegen stand tief in ihrer eigenen Hälfte und bemühte sich die Räume eng zu machen. So kam es, dass die favorisierte Gastmannschaft viel über die Außen arbeitete und versuchte per Flanken und Fernschüssen zum Torerfolg zu kommen. Dies konnte die SG OASF/Barweiler jedoch recht lange verhindern. Etwa zur 30. Minute kam es sogar zu einer Szene, die das Spiel fast auf den Kopf gestellt hätte. Bei einem Freistoß aus dem Mittelfeld brachte Maik Schwall die Kugel gefährlich in den Sechzehner hinein. Hier wartete Christian Jax und beförderte das Spielgerät mit einem wuchtigen Kopfball Richtung Tor. Alle Beteiligten hielten den Atem an, als der Ball gegen den Querbalken knallte und von da im Aus landete. Eine Führung wäre sicherlich eine kleine Sensation in diesem Aufeinandertreffen gewesen.
Es kam, wie es kommen musste
Die Gäste erwischten Keeper Philipp Cläsgens mit einem wuchtigen Distanzschuss auf dem falschen Fuß und konnten mit 0:1 in Führung gehen. Nur zehn Minuten später fasste sich erneut ein Gästespieler ein Herz und versenkte den perfekt getroffenen Ball vorbei am chancenlosen Oberahrtaler Torwart per Distanzschuss in den Maschen. Mit 0:2 ging es in die Pause.
Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild.
Wieder waren es die klassenhöheren Gäste, die das Spiel bestimmten. Doch wie bereits in der ersten Halbzeit bemühte sich das Heimteam die Chancen der Gegner zunichte zu machen und verteidigte aufopferungsvoll. Lange konnte man auch hier ein Gegentor verhindern. Doch nach erneut 30 gespielten Minuten in Halbzeit zwei fiel der Treffer zum 0:3. Ein Spieler der SG Mosel Löf II wurde nicht energisch genug attackiert, konnte an der Grundlinie entlang laufen und an den Fünfmeterraum passen. Der Abnehmer hatte kaum Mühe das Leder anschließend zum letzten Treffer des Tages zu verwerten. Danach passierte nicht mehr viel und die Gäste aus der Kreisliga C gewannen erwartungsgemäß den Pokalfight.
Fazit
Da es schon im Vorhinein klar war, dass es sehr schwer werden würde, gegen eine höherklassige Mannschaft zu gewinnen, sah man dieses Spiel seitens der SG OASF/ Barweiler II eher als ersten Test für die neue Saison an und nutzte es um eine erste Bestandsaufnahme zu erhalten. Dabei verkaufte sich die Oberahrtaler Reserve gut und konnte die Anzahl der Gegentore recht gering halten. Da dies das erste Pflichtspiel in der neuen Trainer- und Mannschaftskonstellation war, darf man das Spiel nicht überbewerten und doch stimmen viele Ansätze positiv für die kommende Saison.
