Politik | 06.08.2013

Jugendbüro der Verbandsgemeinde Adenau im BAU

Politik ist wie eine Fremdsprache

Engagiert tourten Jugendliche mit politischen Themen durch Schulen im Kreisgebiet

Adenau. Es heißt immer, dass Jugendliche für Politik nichts übrig haben und es gibt tatsächlich Jugendliche, in deren Alltag Politik nicht vorkommt. Es gibt aber auch die Jugendlichen, die sich für ein friedliches Zusammenleben und ein soziales Miteinander interessieren und engagieren. Sie sind an Beteiligung und Mitbestimmung interessiert. Dass das etwas mit Politik zu tun hat, ist ihnen häufig nicht bewusst.

Die hauptamtlichen Fachkräfte der „AG offene Jugendarbeit im Kreis AW“ sind mit einer großen Gruppe von jugendlichen Freiwilligen drei Wochen vor den Sommerferien mit dem „ModS - Mobil der Stimmen“ durch die 8./9./10. Klassen der Schulen im Kreisgebiet getourt, Jugendliche Politik im weitesten Sinne nähergebracht und mit ihnen über politische Themen diskutiert. Die Jugendlichen im ModS-Team haben sehr viel Einsatz gezeigt und auf beeindruckende Weise den jugendlichen Schülern immer wieder aufs Neue erklärt, wie politische Aktivität aussehen kann und wie vielschichtig und umfangreich Politik ist.

Die ModS-Tour hat eindeutig gezeigt, dass es bei den Jugendlichen eine Grundbereitschaft zum Mitdenken und Mitmachen gibt. Allerdings haben Sprache und Auftreten der Politiker großen Einfluss auf das Interesse der Jugendlichen und die Bereitschaft, sich zu informieren. Denn die Art, wie Politik dargestellt und verhandelt wird, bewirkt in vielen Fällen Überforderung und Abwendung von der Politik.Gleichzeitig gibt es bei den Jugendlichen ein Bewusstsein dafür, dass es auf den eigenen Beitrag ankommt, um die Demokratie lebendig zu erhalten. Das ist das Dilemma, in dem sich die Jugendlichen befinden: Das Gefühl, in der Demokratie gebraucht zu werden, aber nicht die Möglichkeiten zu haben, sich dieser Aufgabe zu stellen.

Die Jugendlichen selbst kritisieren die oft komplizierte, unverständliche und mit Fremdwörtern durchsetzte Sprache von Politiker/innen. Ihre Formulierungen sind oft so wenig konkret oder klar, dass sich Jugendliche nicht angesprochen fühlen. „Das ist wie eine Fremdsprache, die ich nicht verstehe“, äußerte eine Schülerin verärgert. Außerdem fehlt einer großen Zahl von Jugendlichen das notwendige Vertrauen in die Politik. Sie fühlen sich nicht ernst genommen und belogen. Dort hat die ModS-Tour versucht, Erklärungen zu liefern, andere Zugänge und Anreize zu schaffen und eine kritische Auseinandersetzung anzuregen.

Es ging vor allem darum, den Schülern einen persönlichen Bezug zu politischen Themen zu vermitteln, Hintergründe zu erklären und die großen Zusammenhänge transparenter zu machen.

Anhand von Spielen wie „activity“, „memory“, Bundeskanzler- und Präsidentenspiel unter anderem konnten die Teilnehmer ihr Wissen überprüfen, auffrischen und miteinander ins Gespräch kommen.

An einer Meinungswand wurden persönliche Einschätzungen und Sichtweisen kundgetan und zur Diskussion mit Mitschülern und den Fachkräften der offenen Jugendarbeit gestellt. Zum Beispiel wurden Inhalte wie Wahlalter 16, Tempolimit, Sitzenbleiben, Schulnoten, Eurokrise, Berufschancen, soziale Ungerechtigkeit, Parteiprogramme und vieles mehr thematisiert.

Das große Interesse an diesem Politik-Angebot der Jugendpflege hat verdeutlicht, dass Jugendliche aktiv werden und sich gerne engagieren, dass sie mitreden und bestimmen wollen, aber auf Information und Wissen über Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten angewiesen sind.

Die Rückmeldungen der Schulleitungen und der beteiligten Lehrer/innen waren ausnahmslos positiv.

Verschiedene Schulen haben aufgrund dieser erfolgreichen Mods-Tour Interesse an der Jugendwahl angemeldet, die ebenfalls die AG offene Jugendarbeit im Kreis Ahrweiler für den 16. bis 20. September den Schulen im Kreisgebiet anbietet.

Am Wahlsonntag, 22. September wird in Grafschaft-Ringen (Bürgerhaus) eine Wahlparty mit Live-Musik stattfinden, bei der dann auch die Auswertung der Jugendwahl bekannt gegeben wird.

Pressemitteilung

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