VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Premierensieg bei der Generalprobe zum 24-Stunden-Rennen
Der neue Audi R8 LMS bewährt sich
Nürburgring. Drei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt in der Langstreckenszene, dem ADAC 24h-Rennen, sicherten sich die, für das belgische WTR-Team startenden, Christopher Mies (Heiligenhaus) und Nico Müller (Schweiz) den ersten Sieg mit einem neuen Audi R8 LMS. Mit Rang zwei rundeten Pierre Kaffer (Schweiz) und Laurens Vanthoor (Belgien) die Erfolgsbilanz des WTR-Teams mit einem weiteren Audi R8 LMS eindrucksvoll ab. Das Podium komplettierten Klaus Graf (Dornhan), Christian Hohenadel (Illingen), Nico Bastian (Frankfurt) und Thomas Jäger (München) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE Racing.
Zuvor hatten die zahlreichen Fans rund um die Nürburgring-Nordschleife bei wechselhaften Witterungsbedingungen und einem Starterfeld von 180 Fahrzeugen ein motorsportliches Highlight erleben dürfen. Besonders in der Anfangsphase des Rennens sorgten die wechselnden Witterungsbedingungen für viel Arbeit bei den Boxencrews und packende Positionskämpfe auf der Strecke. Aufgrund der Wettervorhersagen hatten die meisten Teams ihre Fahrzeuge mit Regenreifen in der Startaufstellung platziert. Petrus machte jedoch den Wetterexperten einen Strich durch die Rechnung und sorgte statt des erwarteten Regens zunächst für trockene Fahrbahnbedingungen. Am schnellsten reagierte darauf das Audi Sport Team WTR, die bereits unmittelbar nach der Einführungsrunde die Box ansteuerten, während die Kontrahenten ins Rennen starteten. In den folgenden Rennrunden mussten auch die führenden Teams von Bentley, Audi Sport Team Phoenix und der SLS-Mannschaft von Rowe Racing feststellen, dass eine Weiterfahrt mit Regenreifen zwecklos war, und steuerten ebenfalls die Box an. Nachdem alle ihre ersten Stopps absolviert hatten, führte der ROW SLS AMG GT3 vor dem Bentley Continental GT3 und dem WTR AUDI R8 LMS das Feld an.
Rund 90 Minuten vor Rennende wurden die Karten dann durch erneut einsetzenden Regen neu gemischt. Christopher Mies und Nico Müller konnten unter diesen Bedingungen ebenso wie ihre Teamkollegen, Pierre Kaffer und Laurens Vanthoor die Fähigkeiten des neuen Audi R8 eindrucksvoll unter Beweis stellen und dem WRT Team die ersten beiden Plätze sichern.
„Wir hatten viel Glück mit der Reifenwahl. Einmal konnte Nico sogar in einer Runde 45 Sekunden auf unsere Konkurrenz gutzumachen. Das Team und wir Fahrer haben alles richtig gemacht“, freute sich Christopher Mies über den Erfolg.
Die beiden neuen Audi R8 LMS des Meuspather Teams von Phoenix Racing landeten im Vergleich zu den beiden WTR-Boliden abgeschlagen auf den Plätzen 37 und 46. „Wir konzentrierten uns darauf, den neuen Audi an die Nordschleife anzupassen. Danach haben wir das Wechseln wichtiger Teile unter Rennbedingungen am Auto trainiert, um während des 24h-Rennens Zeit an der Box zu sparen“, erklärte Teamchef Ernst Moser die Platzierungen seiner Boliden. Pech hatte die Mannschaft von Frikadelli Racing (Barweiler), die den Porsche GT3 R mit zwei abgerissenen Antriebswellen vorzeitig abstellen mussten.
Ganz besonders unglücklich verlief das Rennen für GetSpeed Performance (Meuspath), deren Porsche 991 GT3 Cup erst in der letzten Runde seinen Dienst quittierte. Insgesamt erreichten von 180 gestarteten Fahrzeugen nur 139 das Ziel. Aber nicht alle lokalen Teams hatten, wie die vorher genannten Mannschaften, einen so glücklosen Rennverlauf. Besonders in der leistungsstarken SP9 dominierten die am Nürburgring beheimateten Teams. Den Sieg in der Klasse sicherte sich Black Falcon (Meuspath) mit einem Porsche 991 GT3 Cup vor dem in unmittelbarer Nachbarschaft beheimateten Team von Manthey Racing. Auf den Plätzen 4 und 5 folgten die Porsche-Boliden von Raceunion Teichmann Racing aus Adenau. Auch in der Klasse SP6 fuhren die unter der Bewerbung des MSC Adenau startenden Piloten Uwe Krumscheid (Adenau) und Stefan Manheller (Döttingen) mit ihrem BMW M3 E46 den Sieg ein. Einen weiteren Erfolg gelang in der BMW Cup Wertung dem Team Scheid - Honert Motorsport (Kottenborn) mit dem Eifelblitz.
Bevor es am 20. Juni erneut „Start frei zum dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring“ heißt, werden viele der VLN-Teams zuvor beim ADAC Zurich 24h-Rennen (14. bis 17. Mai) erneut den Kampf um Platzierung in Angriff nehmen.
Bei wechselhaften Witterungsbedingungen starteten 180. Fahrzeuge beim 40. DMV 4-Stunden-Rennen.
Sieg für den Eifelblitz in der BMW Cup-Klasse.
Der siegreiche Audi R8 LMS des belgischen WTR-Teams war bei Regen in seinem Element. Fotos: BURG
