SG Hocheifel u gast bei TuS Kottenheim
SG Hocheifel mit bitterer Niederlage
Die SG Hocheifel musste am vergangenen Sonntag bei der TuS Kottenheim eine bittere 2:3 (0:0)- Auswärtspleite hinnehmen und hat nun als Dritter drei Spieltage vor Saisonende einen Rückstand von 5 Punkten auf die Tabellenspitze.
Auf dem Kottenheimer Hartplatz waren es dabei die Schützlinge von SG-Coach Mario Etteldorf, die die Partie in der ersten Hälfte vollständig im Griff hatten und keinerlei Zweifel an der spielerischen Überlegenheit zuließen. So verzeichneten die Gäste sowohl in puncto Ballbesitz als auch bei den Abschlüssen ein deutliches Übergewicht, jedoch agierte man vor dem gegnerischen Tor allzu oft zu fahrig oder kam schlicht einen Schritt zu spät. Auf der anderen Seite ließ die Viererkette um Martin Bell, Sebastian Lauermann, Richard Kröber und Anh Nguyen in der ersten Hälfte keinerlei Angriffsbemühungen der sehr defensiv agierenden Gäste zu, sodass Christian Baur, welcher das SG-Tor aufgrund der Ausfälle aller etatmäßigen Keeper hütete, kaum auf die Probe gestellt wurde. Da es die SGH ihrerseits bis zum Halbzeitpfiff nicht schaffte, eine der zahlreichen sich bietenden Möglichkeiten im Tor unterzubringen, ging es mit einem aus Gästesicht enttäuschenden 0:0 in die Kabinen.
2. Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel attackierte die TuS Kottenheim deutlich früher, jedoch gelang es den Etteldorf-Akteuren zunächst recht gut, weiterhin die Kontrolle über die Partie aufrecht zu erhalten. In der 55. Minute wurden sie dann jedoch geschockt: Nach dem erst zweiten Eckball für die Gastgeber drosch ein TuS-Spieler den zunächst abgewehrten Ball ins Zentrum zurück und dort lenkte ein weiterer Kottenheimer Angreifer den Ball aus 5 Metern unhaltbar mit dem Knie ins Netz. Dieses Gegentor, welches den bisherigen Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt hatte, schockierte die Kombinierten aus der Hocheifel merklich. Plötzlich war eine allgemeine Verunsicherung zu spüren, aus der die extrem effizient agierenden Hausherren sofort weiteres Kapital schlagen konnten. In der 62. Minute wusste sich ein Angreifer gegen gleich mehrere SG-Spieler durchzusetzen und bediente einen anderen Stürmer, welcher den Ball per platziertem Drehschuss eiskalt im SG-Tor unterbrachte. Spätestens als die TuS Kottenheim nur 5 Minuten später (66.) mit einer starken Einzelaktion gegen die in dieser Phase orientierungslosen Gäste sogar noch auf 3:0 erhöhten, glaubte niemand mehr an ein Comeback der SG Hocheifel.
Die Aufholjagt beginnt
Doch diese fing sich in der Folge wieder und startete einen fulminanten Schlussspurt, in dem zunächst der eingewechselte Luca Dederichs mit einem gewaltigen Schuss in den rechten Torwinkel auf 1:3 verkürzte, ehe der ebenfalls eingewechselte Daniel Utsch in der 80. Minute den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielen konnte, nachdem er sich zuvor stark gegen gleich mehrere Gegenspieler behauptet hatte. In den verbleibenden zehn Minuten warf das Team alles nach vorne und drängte mit aller Macht auf den hochverdienten Ausgleich. 4 Minuten vor dem Spielende nahm dann ein Kottenheimer Defensivakteur den Ball plötzlich im Strafraum mit den Händen auf, doch statt den fälligen Handelfmeter zu geben, entschied der Unparteiische zum völligen Unverständnis aller Beteiligten auf Schiedsrichterball. Nach dieser klaren Fehlentscheidung kam es zu keinen nennenswerten Szenen mehr und das Spiel endete demnach mit 3:2 für die TuS Kottenheim.
Insgesamt ist diese Niederlage für die SG Hocheifel gleich aus mehreren Gründen sehr bitter: Zum einen hatte man das Spiel bis auf wenige Ausnahmen klar im Griff gehabt, zum anderen sind mit diesem abermaligen Punktverlust die Titelchancen deutlich geschrumpft. Die Mannschaft ist für die kurze zehnminütige Schwächephase von der extrem effizienten TuS Kottenheim brutal bestraft worden, während man sich selbst nicht für den enormen Aufwand belohnen konnte, den man über die gesamte Spieldauer investiert hatte. Die Tatsache, dass der Mannschaft durch den ausbleibenden Elfmeterpfiff kurz vor Schluss auch vonseiten des Schiedsrichters sicherlich nicht geholfen wurde, passt in das Bild der bisherigen Rückrunde, in der das Team beileibe nicht vom Glück verfolgt wurde.
Ausblick
Unmittelbar nach dem Spiel betonte der sichtlich enttäuschte Mario Etteldorf aber auch, dass er der Mannschaft in Bezug auf ihre Einstellung und ihren Willen keinen Vorwurf machen könne und dass man nun definitiv gewillt sei, aus den verbleibenden drei Spielen die maximale Punkteausbeute zu holen, um den Zuschauern und sich selbst einen versöhnlichen Saisonabschluss zu bieten. Ob die SG dabei nochmal ernsthaft in den Titelkampf eingreifen kann, liegt dabei nicht mehr in ihrer Hand, jedoch möchte man zur Stelle sein, wenn die direkte Konkurrenz in den verbleibenden Spielen noch patzen sollte.
Für die SG Hocheifel spielten:
Baur- Nguyen, Lauermann, Kröber, Bell (Leibrock/76.)- Pauly, Schumacher, Stenz (Utsch/60.), Weiler, Pung- Wolff (Dederichs/60.)
Ausblick: Die SG Hocheifel trifft am kommenden Sonntag, den 3.5. auf die SG Elztal. Der Anstoß zu dieser Partie ist um 14:30 Uhr im Adenauer Eifelstadion.
