Deutsches Rotes Kreuz bei der DTM am Nürburgring
Schulungen medizinischer Streckensicherung haben sich bewährt
Nürburg. Mit insgesamt 95 Einsatzkräften und fünf Rettungsfahrzeugen war das Deutsche Rote Kreuz (DRK) während der DTM 2014 am Nürburgring im Einsatz, um die Sicherheit der Zuschauer und Rennfahrer zu gewährleisten. Die 34 Rotkreuzler in den Sanitätsstationen an den Zuschauerplätzen halfen 15 Personen mit kleineren Schnittverletzungen, Magen-, Darm-, Kreislauf- oder Atemproblemen. Weitere 61 Kräfte leisteten ihren Dienst im Medical Center, der notfallmedizinischen Streckensicherung sowie im Rettungsdienst und Krankentransport am Nürburgring. Insgesamt 18 Personen wurden zu weiteren Behandlungen in die umliegenden Krankenhäuser transportiert.
Eine spektakuläre Kollision erforderte am Samstagnachmittag den Einsatz mehrerer Teams der notfallmedizinschen Streckensicherung. In der ersten Runde eines Rennlaufs des Porsche Carrera Cup, der im Rahmenprogramm der DTM stattfand, stießen sieben Fahrzeuge zusammen. Drei Fahrer wurden dadurch verletzt. Zwei Rennpiloten wurden ambulant im Medical Center des Nürburgrings behandelt. Ein Fahrer wurde vom DRK-Rettungsdienst zu weiteren Untersuchungen in das Adenauer Krankenhaus transportiert. Aufgrund unfallbedingter Prellungen musste dieser Rennpilot das restliche Wochenende zur Beobachtung im Krankenhaus verbringen. Glück im Unglück hatten alle Verunfallten, denn der spektakuläre Renncrash hätte bei allen Beteiligten schlimmere Verletzungen verursachen können.
Dr. Michael Scholz, Verbandsarzt Automobilsport im Deutschen Motorsportbund (DMSB), und Armin Link, Einsatzleiter DRK-Rettungsdienst am Nürburgring, ließen am Ende des Renntags während einer Nachbesprechung mit den Einsatzkräften die Hilfsmaßnahmen Revue passieren. Scholz lobte die besonnene und hervorragende Arbeit des eingesetzten Medical Car-Teams, des Extrication-Teams und der Notarztwagenbesatzungen, die am Nürburgring vom DRK gestellt werden. Innerhalb weniger Sekunden nach dem Unfall waren die ersten Rettungskräfte an der Einsatzstelle. Aufgrund der seit zwei Jahren erhöhten Anforderungen an das Team des Medical Cars - ein Rettungsassistent als Fahrer und ein Notarzt, beide mit rennsportspezifischen Zusatzausbildungen – wurde allen Unfallbeteiligten innerhalb weniger Sekunden höchst qualifizierte Hilfe zuteil.
Die Qualität der Erstversorgung von Unfallopfern wirkt sich positiv auf den möglichen weiteren Behandlungsverlauf aus. Glücklicherweise hatten die beteiligten Rennpiloten nicht vergessen, ihren Schutzengel auf dem Beifahrersitz Platz nehmen zu lassen, sodass keiner von ihnen schwer verletzt wurde. In den Wintermonaten bereiten sich in vielfältigen Schulungen die am Nürburgring eingesetzten Rotkreuzkräfte zusammen mit Rettungskräften anderer Rennstrecken auf die Rennsportsaison vor. Ziel der Lehrgänge ist die ständige Optimierung der notfallmedizinischen Versorgung, vorhandenes Wissen zu vertiefen und neue Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen.
