David Breuer beim letzten Rennen für diese Saison in Almere (NL)
Tolle Leistung nach langwieriger Verletzung
Insuhl. Für David Breuer stand das letzte Rennen für diese Saison in Almere (NL) auf dem Rennkalender. Das Wettkampfformat war eine Mitteldistanz (1,9 km schwimmen, 90 km Rad fahren und 21,1 km laufen). Er war bereits zum zweiten Mal dort und wollte seinen vierten Platz aus dem Vorjahr verbessern. Der bisherige Verlauf der Saison war jedoch für ihn eher durchwachsen. Zu Beginn des Jahres hatte er immer wieder Probleme mit der Hüfte und dem linken Bein bekommen, sodass er sogar bei zwei Wettkämpfen vorzeitig aussteigen musste. Um den letzten Wettkampf in Almere bestreiten zu können, standen daher zahlreiche Besuche bei Spezialisten und Physiotherapeuten auf dem Programm, um eine genaue Ursache für diese Probleme zu finden. Der Startschuss fiel also mit David an der Startlinie. Sofort konnte er sich mit zwei anderen Athleten vom Rest des ca. 600 Teilnehmer starken Starterfeldes lösen und an der Spitze des Rennens absetzen. Das Spitzentrio um David verließ das Wasser nach knapp 23 Minuten und machte sich nun auf die 93 km lange, sehr flache und windige Radstrecke. Dank eines sehr schnellen Wechsels stieg David als erster auf sein Rad. Zu Beginn löste er sich immer wieder mit dem späteren Sieger in der Führungsarbeit ab. Es muss zwischen jedem Athleten jedoch immer ein Abstand von mindestens zehn Metern eingehalten werden. Nach ungefähr zehn km setzte ein Athlet eine Tempoverschärfung, welcher David nicht sofort folgen konnte. Mit einem Rückstand von nur einer Minute auf den Führenden passierte David die 45 km Marke. Zu diesem Zeitpunkt lag David immer noch auf dem zweiten Platz und der schwierigste Teil der Radstrecke war bereits absolviert. David versuchte das Tempo also nochmals zu erhöhen, um den Rückstand zu verkleinern. Aber nach 65 km wurden die Beine immer schwerer und er musste abreißen lassen. Schließlich wurde David noch von zwei Athleten überholt und erreichte die zweite Wechselzone als Fünfter. Jetzt hieß es alles oder nichts auf dem abschließenden Lauf, um noch eine Podiumsplatzierung zu erreichen. Es mussten drei Runden á sieben km gelaufen werden. Die erste Runde ging David sehr schnell an und konnte bereits nach vier km auf den dritten Platz vorlaufen. Dann jedoch fuhr das Begleitfahrrad, welches vor den ersten drei Athleten fährt, falsch und plötzlich stand David in einer Sackgasse und musste umkehren. Diese Extrameter kosteten ihn eine gute Minute und auf einmal schlossen der dritt- und viertplatzierte zu David auf. In der zweiten Laufrunde musste er die anderen beiden Läufer ziehen lassen, da sie das Tempo erneut erhöhten. David lag nun an fünfter Stelle und bekam leichte Probleme und konnte sein Anfangstempo nicht mehr halten. Als es dann aber auf die letzte Runde ging, bekam er die Information, dass der vierte auch Probleme hat und nur 1:30 Minuten vor ihm sei. David mobilisierte noch mal alles und versuchte das Tempo zu steigern. Dann bei Laufkilometer 19 konnte er den viertplatzierten Athleten überholen und diesen Platz ins Ziel retten. Am Ende kam David als vierter in einer Zeit von 4 h 18 min ins Ziel. Die gleiche Platzierung wie im letzten Jahr. Zu erst doch etwas enttäuscht über die Blechmedaille, war David dann doch zufrieden mit seiner hervorragenden Leistung. Vor allem, da die Probleme mit der Hüfte nicht großartig erneut aufgetreten sind, war es ein versöhnlicher Saisonabschluss. Jetzt werden die Akkus erst einmal wieder neu geladen und 2015 wird dann erneut angegriffen.
Beim abschließenden Lauf mobilisiert der Sportler nochmals alle Kräfte.
