KG Reifferscheid hatte zur Karnevalssitzung eingeladen
Tolle Stimmung im Wilden Westen
Reifferscheid. Frei nach dem diesjährigen Motto der KG Reifferscheid wurde der Elferrat beim Einzug auf die Bühne im Wilden Westen empfangen, da wo Kakteen die Straßen säumen, der Sheriff den Colt schwingt und das Sagen hat. Bei der KG Reifferscheid hatte über 24 Jahre Erwin Hertel die Rolle des Sheriffs oder besser gesagt des Sitzungspräsidenten inne, die er jetzt an Berthold Schäfer und seine charmante Co-Moderatorin Kathrin Neu abgegeben hatte. Was Erwin noch alleine schaffte, wird nun im Duett erledigt, aber ganz zur Freude der Jecken und Narren im proppenvollen Karnevalssaal, da der neue Sitzungspräsident kaum zu bremsen war und so energiegeladen die Bühne rockte, da gab es auch für die neue „Neu“ und den ganzen Elferrat keine Pause als „Komm hol das Lasso raus“ lautstark erklang.
Ehrung für Erwin Hertel
Nach 24 Jahren im Amt des Sitzungspräsidenten gab es für Erwin Hertel auch eine Ehrung vom Präsidenten Reinhard Schneider, der ein Bild vom letzten Abendmahl und das mit den Köpfen vom Elferrat zur Erinnerung überreichte. Geehrt wurde auch Marita Retzmann für ihr langjähriges Engagement in Leitung und Organisation der Kindersitzung, die jetzt von Birgit Goltz, der Trainerin der Mini-Funken, übernommen wurde. Bevor die Karnevalssitzung allerdings so richtig durchstarten konnte, gab es noch den Schlüssel zur wohl eher leeren Gemeindekasse von Trapper Ortsbürgermeister Mike Henneberger und da konnte er sich den von ihm selbst entworfenen Orden der KG gleich mit einem Bützchen von der besseren Hälfte der Sitzungsleitung abholen.
Dann rollte auch schon Apollonia (Heike Päthe) mit ihrem Rollator direkt vom Altenheim auf die Bühne und brachte mit ihren Erlebnissen gleich die Zwerchfelle der Jecken in Wallung. Nach so viel Klamauk und flotten Sprüchen kletterte das Stimmungsbarometer im Dreiviertel-Takt nach oben, sodass sich die Mini-Funken mit Klatschmarsch und bester Laune der Jecken auf die Bühne tanzten. Hier hatte die Trainerin Birgit Goltz kräftig geübt, sodass Yvonne Klein, Lisa Jüngling, Nina Schmitz, Alisha Hertel, Nina Bollig und Annika Theisen mit ihren akrobatischen Schritten eine wahre Augenweide waren. Natürlich gab es hier die Zugabe und den Ausmarsch mit laut jubelnden Alaaf-Rufen.
Büttenreden und Tänze
So reihte sich den ganzen langen Abend lang eine spannende und humorvolle Büttenrede an die andere - immer wieder von Tänzen der Eigengewächse, so zum Beispiel der großen Funken, trainiert von Daniela Hertel und Tamara Gyr, oder auch die Funkengarde, trainiert von Anette May-Hüttenes, abgelöst. So gab es auch bei den Jecken genügend Zeit zur Regeneration, denn bevor die Lachmuskeln heiß liefen, gab es immer wieder eine Augengymnastik, sogar rezeptfrei und bereits im Eintrittspreis enthalten. Bei diesem närrischen Publikum kochte die Stimmung auch über die Pause hinweg und da setzte Erwin Hertel als „Ne Nuutstuppe“ dann auch gleich noch einen drauf, sodass der Dirigent „Der Lustigen Eifelländer“ Theo Feuser im Stimmungsrausch der Gefühle ein leichtes Spiel hatte mit seinen mitreißenden Karnevalsschlagern, die spontan zum Mitsingen animierten.
Preisgekrönte Männerballets
Den ganzen Stolz der KG und des gesamten Ortes hatten sich die Organisatoren der stimmungsgeladenen Sitzung für die letzte Stunde aufgehoben. Im Wechsel mit den charmanten jungen Ladys der Showtanzgruppe „Revolution“, trainiert von Katharina Adams und Marion Kläsgen und unter tobendem Beifall, getanzt von Kristina Kettel, Annika Schäfer, Lea Hertel, Janka Löhr, Daniela und Selina Hertel, Carolin Kaiser, Janine Kürsten, Katharina Retterath und Tamara Gyr, standen dann auch die preisgekrönten Männerballetts auf der Bühne. Während Andrea Jüngling und Tamara Gyr für die Männertruppe „No Ma’am“ stehen, haben die beiden Trainerinnen der Showtanzgruppe auch die Männer von „Dolce Vita“ fest im Griff und bringen mit ihnen die Preise ins Dorf. Wie gut die beiden Männerballetts sind und dass sie auch auf der heimischen Bühne die Karnevalsjecken auf die Tische treiben, das bewiesen sie auch zu später Stunde noch im Narrensaal in Reifferscheid. Damit war zwar das Programm beendet, aber nicht das fröhliche Karnevalstreiben im Wilden Westen der KG Reifferscheid, denn hier gingen erst am Morgen die Lichter aus. Für die Aktiven war kaum Zeit, eine Mütze voll Schlaf zu nehmen, da am Nachmittag bereits wieder die Kindersitzung für ausgelassene Stimmung sorgte.
