SG OASF/Barweiler
Turbulentes Spiel endet in bitterem Unentschieden
SG Langenfeld/Kirchwald II II - SG Oberahrtal/Barweiler II 4:4 (1:3)
Barweiler. Am Wochenende reiste die Oberahrtaler Reserve zum Tabellenzweiten aus Langenfeld. Da die Mannschaft von drei Spielern aus dem Kader der ersten Mannschaft verstärkt wurde, war von Anfang an klar, dass man sich trotz großen Abstandes in der Tabelle nicht verstecken brauchte. Dementsprechend begann das Gästeteam auch gleich sehr selbstbewusst und konnte sich bereits in den ersten Minuten als spielbestimmende Mannschaft durchsetzen. Man ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen und konnte einige gute Angriffe vortragen. Das 1:0 für die Gastmannschaft war nach wenigen Minuten die logische Konsequenz. Nachdem Andreas Marx an einer scharfen Hereingabe von links noch knapp vorbeitrat, war es Rudi Seifen, der den Ball freistehend vor dem Torwart aus kurzer Distanz über die Linie bringen konnte. Dieses Tor gab noch mehr Sicherheit und man spielte weiter in eine Richtung. Kurze Zeit später schnürte Seifen seinen Doppelpack in einer ähnlichen Situation wie beim 1:0. Der Spielertrainer nahm eine Hereingabe von der Außenbahn sicher an, drehte sich um die eigene Achse und versenkte den Ball zum viel umjubelten 2:0 in den Maschen. Nun wurde auch die Heimmannschaft wacher und zeigte wesentlich mehr Gegenwehr als in den ersten Minuten. Nach einem unnötigen Freistoß nahe des Sechzehners konnte ein Langenfelder Spieler noch seinen Fuß an den Ball bringen, woraufhin dieser über Philipp Cläsgens hinweg ins Tor sprang. Doch statt sich von dem Anschlusstreffer einschüchtern zu lassen, erhöhte die SG Oberahrtal/Barweiler quasi im direkten Gegenzug auf 3:1. Andreas Marx köpfte eine butterweiche Flanke von Manuel Emmerichs unter die Latte. Mit diesem überraschenden Ergebnis ging es dann in die Kabinen.
Auch in der zweiten Halbzeit bekamen die Zuschauer einiges geboten. Doch diesmal war es die Langenfelder Mannschaft, die wacher aus der Pause kam. Die Gäste mussten sich nun zunehmend den Angriffen des Tabellenzweiten erwehren. Nach etwa 15 Minuten wurde ein Langenfelder Spieler zu ungestüm in Strafraumnähe von den Beinen geholt. Nach einem Abbild der Situation aus Hälfte 1 landete auch dieser Freistoß im Netz. Nur kurze Zeit später bekam die Heimmannschaft einen weiteren Freistoß in aussichtsreicher Position. Und wie konnte es auch anders laufen, auch dieser Standard landete wieder in den Maschen. Doch auch die Barweiler Mannschaft reagierte wie im ersten Durchgang und konnte einige Augenblicke später in Person von Maik Schwall, der einen platzierten Distanzschuss in Richtung Winkel abgab, wieder in Führung gehen. Nun wurde das Spiel härter und der Schiedsrichter musste einige gelbe Karten zücken. Etwa 15 Minuten vor dem Ende wurde ein Langenfelder Spieler wegen überhartem Einsteigen sogar des Feldes verwiesen. Doch die Reserve der SG Oberahrtal sollte hieraus keinen Profit schlagen können. Die Mannschaft aus Langenfeld legte eine „Jetzt-erst-recht-Mentalität“ an den Tag und warf alles nach vorne. Nach einem unglücklichen Einsteigen im Strafraum kam der Schockmoment für die SG aus Barweiler: Elfmeter. Der fällige Strafstoß wurde verwandelt und die Oberahrtaler Mannschaft hatte das Spiel aus der Hand gegeben. Danach passierte nicht mehr viel und das Spiel ging mit 4:4 zu Ende.
Fazit: Die Reserve der SG OASF/Barweiler hat ein überraschend gutes Spiel gezeigt und nur knapp die Sensation verpasst. Unnötige Freistöße und alle vier Gegentore nach Standards trübten die starke Leistung und ließen das Unentschieden wie eine Niederlage erscheinen. Trotzdem sollte sich die Mannschaft die guten Aspekte dieses Spiels in die nächste Partie nach Niederzissen mitnehmen. Kann man dieselbe Leistung erneut abrufen, könnte man durchaus mit einem Sieg die Heimreise antreten.
