Allgemeine Berichte | 11.09.2014

Gemeinde Schuld im Landesentscheid

„Unser Dorf hat Zukunft“ - starkes bürgerschaftliches Engagement

Die Ortsgemeinde Schuld hat viel zu bieten und beeindruckte die Fachjury

Ortsbürgermeister Helmut Lussi und Leiter der Jury Franz Kattler begrüßten die weiteren Mitglieder der Bewertungsjury auf dem Kirchenvorplatz.

Schuld. Dass die Gemeinde Schuld in der Verbandsgemeinde Adenau Zukunft hat und sich auf dem richtigen Weg befindet, das wurde bei der Begehung durch den Ort immer wieder deutlich, als sich die Jury zum Landesentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ umschaute. Die erste Hürde hatte die Gemeinde Schuld bereits genommen und ging als Sieger in der Hauptklasse des Kreisentscheids hervor, was bereits ausgiebig in der Gemeinde mit Ortsbürgermeister Helmut Lussi gefeiert wurde. Jetzt geht es darum, sich unter den zwölf verbliebenen teilnehmenden Gemeinden im Landesentscheid in der Hauptklasse durchzusetzen und da ist Schuld die einzige Gemeinde im Landkreis Ahrweiler. So konnte Ortsbürgermeister Helmut Lussi am Dienstagmorgen auf dem Vorplatz der Pfarrkirche St. Gertrud mit dem Leiter Dipl. Ing. Franz Kattler, Referatsleiter Dorferneuerung im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, die weiteren Mitglieder der Bewertungsjury begrüßen. Diese hatten ein besonderes Augenmerk auf Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen oder bürgerschaftliches Engagement, soziale und kulturelle Aktivitäten, oder auch Baugestaltung- und Entwicklung sowie Grüngestaltung- und Entwicklung und „Das Dorf in der Landschaft“, allesamt Leute vom Fach und das mit wachsamen Augen. Von der Kreisverwaltung begrüßte Ortsbürgermeister Lussi den 1. Kreisbeigeordneten Horst Gies und die Vertreter der Bauabteilung, für die Verbandsgemeinde Adenau den 1. Beigeordneten Jürgen de Temple und von der Ortsgemeinde die Ratsmitglieder sowie Vereinsvertreter und engagierte Bürger von Jugendlichen bis hin zum Imker im Ort. Sogar eine eigene Arbeitsgruppe aus Vereinen, Ratsmitgliedern und Dorfbevölkerung hatte sich seit rund eineinhalb Jahren intensiv für den Wettbewerb vorbereitet und da konnte die Arbeitsgruppe auf die gute Infrastruktur mit Gewerbe, Arzt, Grundversorgung, Gastronomie, zwei Vollerwerbslandwirten und Kindergarten zurückgreifen. Auf dem Vorplatz erläuterte Ortsbürgermeister Lussi anhand einer großen Fotowand die Aktivitäten auf der über 60 Jahre alten Freilichtbühne und die Geschichte der dazugehörigen aktiven Spielschar von Jung und Alt. Dann ging es in die Bücherei im Pfarrheim, wo die Bebauungspläne, Flächennutzungsplan und Dorferneuerungspläne bis hin zur Zukunftsplanung der Gemeinde auslagen. Die Erläuterungen gab es vom Ortsbürgermeister persönlich, der immer wieder das ehrenamtliche Engagement in der Bevölkerung herausstellte, ohne das die Gemeinde Schuld nicht leben könnte. Die starke Dorfgemeinschaft bringt sich vielfältig ein und das war auf dem Rundgang durch den Ort immer wieder spürbar zu vernehmen. Ob wunderschöne gepflegte Ruhezonen mit der „Lügenbank und dem Brunnen“, die Stefansbrücke, Ahrfelsen in Flammen oder die Renovierung der großen Bahnhofsbrücke im Ort, die ebenfalls in Eigenleistung restauriert wurde, Ortsbürgermeister Lussi hatte viel zu zeigen und beeindruckte so die Jurymitglieder. Auf der wunderschönen Anhöhe zum Kindergarten gab es mit den Schautafeln von Imker Rudolf Schöper einen Einblick ins Leben der Bienen, von dem auch jeweils die Kindergartenkinder vom Imker eindrucksvoll unterrichtet werden. Sogar das ehemalige Hotel „Ahrtal“ hat einen ortsansässigen jungen Mann gefunden, der sich der Renovierung angenommen hat und hier ein Seniorenheim errichten möchte, in Zeiten der demografischen Entwicklung eine willkommene Einrichtung für die Ortsgemeinde, so Lussi. Nach zwei Stunden durch den Ort endete der Rundgang über die ortsbildprägenden Brücken mit dem Ahrlauf und den imposanten Blicken in die Gemeinde. Bei einer abschließenden Tasse Kaffee waren sich die Jurymitglieder einig, dass sie in Schuld viel Positives in ihre Bewertung einfließen lassen und dass der Ort gut aufgestellt ist dank seinem hohen bürgerschaftlichen Engagement, das überall zu spüren war. Ob es dann auch für einen Sieg reicht, bleibt abzuwarten, allerdings fällt die Entscheidung schon bald und da sind sie alle zur Preisverleihung am 21. September nach Kaiserslautern eingeladen, denn eine Auszeichnung wird es in jedem Fall für alle Teilnehmer geben.

Die Ahr und die Brücken gehören zu Schuld.

Die Ahr und die Brücken gehören zu Schuld.

Der Brunnen und die Lügenbank.UM

Der Brunnen und die Lügenbank.Fotos: UM

Ortsbürgermeister Helmut Lussi und Leiter der Jury Franz Kattler begrüßten die weiteren Mitglieder der Bewertungsjury auf dem Kirchenvorplatz.

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