Politik | 05.03.2013

Unterwegs am Wirftbach

Unterstützung für das Naturschutzgroßprojekt „Obere Ahr - Hocheifel“ zugesagt

Dr. Jochen Mölle (l.) mit Vertretern des BUND am Wirftbach.privat

Barweiler. Die Kreisgruppe Ahrweiler des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) besitzt seit Jahren Flächen am Wirftbach in der Gemeinde Barweiler, unweit von Wirft. Wesentliches Ziel ist die Sicherung und Pflege der feuchten Wiesenflächen. Sie sind bevorzugter Lebensraum von Amphibien und tragen erheblich zur Biodiversität (Lebensvielfalt) der Landschaft bei. Schnee und Eis schmelzen allmählich dahin. Grund genug für den BUND, sich auf seinen Flächen früh im Jahr umzuschauen. Gemeinsam und auf Einladung von Dr. Jochen Mölle, Leiter des bundesweit bedeutsamen Naturschutzgroßprojektes „Oberer Ahr - Hocheifel“, war Reinhard van Ooyen mit einigen Mitstreitern kürzlich an den Flächen unterwegs, die von den geplanten Maßnahmen betroffen sind. Eines der großen Ziele des Projektes ist die Durchgängigkeit für Lebewesen jeglicher Art (Fische, Amphibien, Insekten). In etlichen Abschnitten am Wirftbach ist dieses naturschutzfachliche Erfordernis nicht mehr gewährleistet. Querbauwerke mit Abstürzen im Gewässer, wie zum Beispiel an Ableitung zu ehemaligen Mühlen über Mühlgräben oder zu aktuellen Fischteichen, sind Sperren für die notwendige Wanderung von Lebewesen. Gleiches gilt für die Verrohrung von Bachabschnitten als kurzes Querbauwerk bei Wegeüberführungen oder gar als Längsverrohrung, wie das etwa an der Kottenborner Mühle am Wirftbach auf 60 Metern der Fall ist - Veränderungen sind notwendig. Der BUND ist auch Bachpate für einen Abschnitt am oberen Wirftbach und ist in Vorbereitung für Maßnahmen zur Pflege und auch zu Pflanzungen am Gewässer in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde. Eine Aufgabe sieht der BUND satzungsgemäß darin, solche Maßnahmen für Natur und Landschaft durchzuführen, um die Biodiversität im Umfeld zu erhalten, nach Möglichkeit zu vergrößern.

Pressemitteilung des

BUND, Kreisgruppe Ahrweiler

Dr. Jochen Mölle (l.) mit Vertretern des BUND am Wirftbach.Foto: privat

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