Ortsgemeinderat Insul
Verschluss der drei Stollen- mundlöcher am Insuler Goldloch
Insul. Im Insuler Sprachgebrauch wurde das Flurstück mit den drei Stolleneingängen im sogenannten Kupferberg schon immer als „Goldloch“ bezeichnet. Doch weder Gold noch sonstige Edelmetalle haben Insuler Bürgern in jüngerer Zeit einen monetären Nutzen eingebracht. Vielmehr dienten die Stollen nach Aufgabe des Bergbaus in den 1930er Jahren Familien als Zufluchtsort vor Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg und Kindern lange Zeit als geheimer Abenteuerspielplatz.
Die Aufschlussarbeiten der unteren beiden Stollen begannen um 1905 kurz vor dem Bau der Eisenbahnstrecke Richtung Lissendorf/Eifel, die hier unmittelbar auf der Trasse des Ahr-Radweges vorbeiführte. Aus historischer Sicht ist der 1623 erstmals urkundlich erwähnte, etwas weiter oben im Hang gelegene „Alte Stollen“ von besonderer Bedeutung, da er allein von Menschenhand unter Folgung des Kupfererzganges in den massiven Fels vorgetrieben wurde.
Der Ortsgemeinderat Insul beabsichtigte durch den fachgerechten Verschluss der drei Stollen am sogenannten Goldloch, die Eingangsbereiche (Mundlöcher) dauerhaft vor Verfall zu schützen, um auch nachfolgenden Generationen das Kapitel „Bergbau in Insul“ zu erhalten. Der Verschluss erfolgte durch fachliche Unterstützung von Bergbauexperten aus dem Siegerland und unter Berücksichtigung von Vorgaben der Kreisumweltbehörde.
Naturschutzaspekte (u.a. Schutz von Fledermausarten) und die Verkehrssicherungspflicht machten es unumgänglich, die Stollenzugänge für die Allgemeinheit zu verschließen.
Die touristisch günstige Lage am Ahrsteig und Ahrtal-Radweg legte zudem eine Erschließung des Areals als Rast- und Informationsstätte nahe, welches in naher Zukunft weiter ausgebaut werden soll. Der finanzielle Aufwand konnte durch die freundliche Unterstützung von RWE AKTIV VOR ORT gestemmt werden. Der Ortsgemeinderat Insul bedankt sich recht herzlich beim RWE-Projektpaten Franz-Josef Massing und bei allen Helfern, die sich an der Aktion tatkräftig beteiligt haben.
