Interessanter Vortrag von Prof. Dr. Heinz-Günther Schöttler in der Komturei Adenau
Von Engeln, den Boten Gottes aus der Bibel
Adenau. „Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal einen Vortrag über Engel halten würde“, so die einleitenden Worte von Prof. Dr. Heinz-Günther Schöttler und er fährt fort, „aber die Einladung von Pastoralreferentin Elisabeth Hauröder aus dem Dekanat Ahr-Eifel, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Engel - Boten Gottes“, die biblische Perspektive zu betrachten, hat mich selbst neugierig auf dieses Thema gemacht.“
Gut 50 Zuhörerinnen und Zuhörer waren in die Komturei nach Adenau gekommen. Interessiert, mitunter fast gebannt, hörten sie die Auslegung einiger alttestamentlicher und neutestamentlicher Stellen, in denen in der Bibel von den Boten Gottes die Rede ist. Gepaart mit Darstellungen aus der Kunst und Liedtexten erfuhren die Anwesenden, dass es letztlich nicht möglich ist zu sagen, wie diese Boten Gottes denn aussehen. Von Flügeln ist jedenfalls dort nicht die Rede. Der Begriff „Engel“ ist abgeleitet von der lateinischen Übersetzung „angelus“. Der hebräische Begriff im eigentlichen Sinn bezeichnet lediglich irgendeinen Boten. Vielen am Nächsten ist die Vorstellung des Schutzengels. Prof. Dr. Heinz-Günther Schöttler betont „wenn in der Bibel von den Boten Gottes die Rede ist, dann geht es meist um die Zusage Gottes, bei den Menschen zu sein, die Wege mitzugehen und die Menschen zu begleiten.“ Auch wenn die Menschen nicht wissen, wie denn Engel aussehen und jeder seine eigene Vorstellung hat, so kann man doch sagen: Es gibt Engel und zwar in dem Sinne, dass sie Zeichen sind für die Treue Gottes und Gottes Mitgehen deutlich machen und zusagen. Der Vortrag schloss mit den Worten: „Und wenn das Schutzengelbild über dem Bett eines Kindes, auf dem ein Engel zu sehen ist, der das Kind an der Hand nimmt und über die wackelige Brücke begleitet dafür sorgt, dass bei dem Kind die Erfahrung des Getragenseins und des Nichtalleinseins wächst, und wenn diese Vorstellung Kindern und auch Erwachsenen Angst nimmt, dann ist das doch gut.“
