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Pastor Heinrich Ant wurde in der Wallfahrtskirche in Barweiler verabschiedet

Zeit für einen Neuanfang

15.07.2015 - 11:48

Barweiler. Fast ein viertel Jahrhundert hat Pfarrer Heinrich Ant in der Hocheifel im Wallfahrtsort Barweiler verbracht, und dabei als Seelsorger zunächst in der Wallfahrtskirche St. Gertrud Barweiler und St. Wendalinus Wirft-Kirmutscheid unzählige Menschen getauft, zur Kommunion geführt und zur Firmung vorbereitet, aber auch zur letzten Ruhe begleitet. Nun nach 23 Jahren und mit 66 Jahren hieß es Abschied zu nehmen da sich der Seelsorger noch einmal entschieden hat die letzten Jahre im Amt des Priesters mit einem Neuanfang im Saarland in der Pfarreiengemeinschaft in Wadern zu beginnen. Die Pfarreiengemeinschaft Adenau, zu der Pastor Ant seit dem Jahre 2011 gehörte, hatte zu einer feierlichen Eucharistiefeier in die Wallfahrtskirche nach Barweiler eingeladen, um Pastor Heinrich Ant feierlich zu verabschieden. Zur Eucharistiefeier zogen dann zehn Priester und all die Messdiener und Brudermeister mit ins Kirchenschiff ein. Als Konzelebranten waren es neben Dechant Klaus Kohnz, dem stellvertretenden Dechant Axel Spiller und dem ehemaligen Dechant Peter Blecker, weitere drei Priester, die um den Altar versammelt waren. Als Moderator der Pfarreiengemeinschaft Adenau hatte Pfarrer Dr. Rainer Justen bei den Messdienern Platz genommen.


Alle Begleiter hatten sich versammelt


Im Kirchenschiff hatten sich all die Begleiter des beliebten Seelsorgers versammelt, angefangen von den ehemaligen Messdienern, Verwaltungsräte und Pfarrgemeinderäte, Ortsbürgermeister, der erste Beigeordnete der Stadt Adenau Peter Nett sowie Verbandsbürgermeister Guido Nisius und sein Vorgänger im Amt Hermann-Josef Romes, Jugendpfleger Jürgen Schwarzmann, die Organisten, die Dekanatsreferentin Andrea Kien-Groß und die Seelsorgerinnen und Seelsorger des Dekanates Ahr-Eifel sowie die Familie von Pastor Heinrich Ant und zahlreiche Gläubige aus der großen Pfarreiengemeinschaft. Pfarrer Justen dankte seinem Mitbruder Heinrich Ant als einem Menschen, der mit einem Herz voller Dankbarkeit im Wallfahrtsort Barweiler zum Urgestein der Seelsorge geworden ist. Er reflektierte die letzten drei Jahre, in denen er gemeinsam mit Pastor Ant die große Pfarreiengemeinschaft Adenau seelsorgerisch betreut hat und immer einen gewissenhaften Mitmenschen und Mitbruder an seiner Seite wusste. Pastor Justen hat seinen Mitbruder als einen gebildeten, hilfsbereiten aber auch tierliebenden und äußerst pflichtbewussten Menschen kennengelernt. All das Sympathische wird seine Spuren hinterlassen, so Pastor Justen bei seinem Lob an seinen Mitbruder Heinrich Ant. Den Dank des Dekanates überbrachte die Dekanatsreferentin Andrea Kien-Groß in ihrem Grußwort, das sie in die drei Abschnitte Veränderungen, Dank und Segen gegliedert hatte. Der Kirchenchor Barweiler brachte seinen Dank mit der musikalischen Gestaltung der Messfeier dar, geleitet vom Dirigenten Rolf Gast. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau Guido Nisius lobte den Seelsorger Pastor Ant auch im Namen all der Ortsbürgermeister, aber auch ganz persönlich, als jemand der mit seiner Familie zur „Herde“ der Pfarreiengemeinschaft gehörte. Bürgermeister Guido Nisius zollte Respekt vor der Entscheidung, nach 23 Jahren und im Alter mit 66 Jahren nochmals einen Neuanfang zu wagen, nicht gerade alltäglich. Hierfür wünschte er ihm alles Gute und beschloss dies mit einem Zitat der FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher so, es ist besser den Abschied zu nehmen, wenn noch viele Menschen sagen „Schade“.


Abschied fällt nicht leicht


Aber dennoch fällt der Abschied für die Menschen in der Pfarreiengemeinschaft Adenau nicht leicht, da sie nach 23 Jahren einen Pastor verlieren, der mit seiner seelsorgerischen Tätigkeit das christliche Umfeld in der Verbandsgemeinde Adenau maßgeblich geprägt und ausgefüllt hat. Sie haben ihren Beruf nicht nur als „Job“, sondern aus der Berufung heraus ausgeübt und das mit sehr viel Liebe und Geduld, so Bürgermeister Nisius. Für die Zukunft wünschte Bürgermeister Nisius Pastor Ant alles Gute vor allem Gesundheit und Gottes Segen. Als jemand der ebenso wie der ehemalige Dechant Peter Blecker, Pastor Ant seit der Einführung vor 23 Jahren kennengelernt hat, war es der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Wirft-Kirmutscheid Erwin Heinrichs, der zusammen mit dem Vorsitzenden vom Pfarreienrat Adenau, Dr. Rainer Schlömp mit einem Erinnerungsbild der drei Kapellen und dem Gnadenbild der Mutter Gottes mit der Lilie Danke sagte. Der Pfarreienrat-Vorsitzende fasste die lange Zeit der Seelsorge in Sonntage und kam so auf rund 1.200 Sonntage, an denen Pastor Ant seinen Dienst in den Sonntagsgottesdienst der Wallfahrtskirche in Barweiler aber auch in den Kapellen und Kirchen der Pfarreiengemeinschaft gestellt hat. Auch der Ortsbürgermeister der Gemeinde Barweiler Josef Thelen dankte Pastor Heinrich Ant mit einem Bild der Pfarr- und Wallfahrtskirche Barweiler. Letztlich blieb es Pastor Ant sich zu verabschieden und als Rheinländer gab er zu, eine Schwäche für „Kölsche Lieder“ zu haben und so erinnerte er an Trude Herr mit ihrem Song „ein Teil von mir bleibt immer hier“. Auch für Pastor Ant bleibt ein Stück des Herzens zurück, aber auch die Gräber der Eltern, die der Pastor hier in Barweiler auf dem Friedhof neben der Kirche zurück lässt. Der Friedhof hat für Ant längst Gesichter bekommen, da er in den 23 Jahren seines Wirkens fast alle Verstorbenen persönlich gekannt hat. In Barweiler hat Ant aber auch viel gelernt und ist im Wallfahrtsort und in der Wallfahrtskirche durch die „Schule Mariens“ gegangen, da er in Barweiler direkt mit der Marienfrömmigkeit konfrontiert wurde. Wie er sagte, hat Pastor Ant gern und oft alte Menschen besucht und sich von den harten Zeiten in der kargen Eifel erzählen lassen und da haben der Glaube und das Vertrauen der Menschen zu Gott und der Gottesmutter immer geholfen. In seinen ganz besonderen Dank schloss Pastor Ant seine Haushilfe Inge Rausch und den Küster Peter Strehl ein, mit denen er 23 Jahre zusammenarbeiten durfte und Pastor Justen dankte er dafür, dass sie das Schiff der Pfarreiengemeinschaft Adenau gemeinsam gesteuert haben. Immer wieder auf sein Alter angesprochen, meinte Pastor Ant abschließend, wenn Hillary Clinton mit 66 Jahren noch das Amt der Präsidentschaft von Amerika anstrebt, kann ich auch noch ein einfacher Kooperator im Saarland werden. Nach dem Abschlusslied „Segne du Maria“ in der Wallfahrtskirche ging es musikalisch begleitet von den Bergmusikanten Hoffeld gemeinsam ins Gemeindehaus und ins Pfarrheim, wo alle noch bei Kaffee und Kuchen zusammensaßen und gemeinsam Abschied nahmen.

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Kommentare
Uwe Klasen:
"Der drohende Klimakollaps" ---- Für die Durchsetzung freiheitsfeindlicher Ziele werden die Lügen, zu einer möglichen Klimaänderung, sei es etwas wärmer oder kälter, immer dreister!
Uwe Klasen:
Und so radelt Herr Oster durch ein Land, welches beinahe die höchste Steuer und Abgabenquote auf dem Planeten hat und wofür? Ein baufälliges Straßen- und Bahnsystem, baufällige Schulen, schlechtes Telefonnetz, die höchsten Strompreise, zunehmend mangelnde Sicherheit, Ausweiskontrollen vor Freibädern, eine immer rudimentärere Form der medizinischen Versorgung, einhergehend mit sinkendem Rentenniveau. Das ganze gewürzt mit Klimahysterie! Willkommen in ihrem Wahlkreis 2019!
Uwe Klasen:
Vielleicht möchte Herr Metzler mehr solcher Aussagen, wie von Elfriede Handrick (Vorstand der SPD-Wustermark) im ZDF geäußert, hören: „Ich finde es nicht richtig, dass man immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen muss. Was haben die denn für Sorgen und Nöten? Ich kann das nicht verstehen!“
Martin Esser:
Sehr geehrter Herr Metzler, als demokratische und rechtsstaatlicher Partei hat die AfD wie jede andere Partei das Recht, Pressemeldungen zu aktuellen Themen zu verfassen. Das hat nichts mit Werbung zu tun, sondern dient der Information der Bevölkerung. Mit freundlichem Gruß Martin Esser (Fraktionsvorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion)
Hagen Metzler:
Das Thema ist in der Tat ein sehr ärgerliches und die Zumutung an die Bürger wird auf die Probe gestellt. Aber seit wann ist der Blick aktuell eigentlich zu einer Werbezeitung für die AfD geworden? Schöner hätte es die AfD selber auf ihren Facebook-Seiten nicht formulieren können.
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