Lokalsport | 02.09.2015

SG OASF/Barweiler traf beim Niederzissen in der Nachspielzeit zum Ausgleich

Zum Punkten ist es nie zu spät

Mädchen für alles: Betreuer Herbert Ley.privat

SC Niederzissen - SG OASF/Barweiler 2:2 (1:0). Bei subtropischen Wetterverhältnissen reiste die erste Mannschaft zum ersten Auswärtsspiel der Saison nach Niederzissen und trat auf dem dortigen Kunstrasenplatz an. Durch den Ausfall von vier Spielern, die beim 6:0-Sieg gegen den SC Wassenach noch zum Einsatz gekommen waren, musste wieder einmal die eine oder andere Umstellung vorgenommen werden, was unter anderem zur erstmaligen Nominierung von Neuzugang Marco Raths führte.

In der ersten Halbzeit konnten die Zuschauer lange Zeit den Eindruck bekommen, dass nur die Gastgeber auf dem Platz standen. Mit gradlinigen, schnellen und präzisen Kombinationen kombinierten sie sich ein ums andere Mal in die gegnerische Hälfte, wobei sie auch von einigen Abstimmungsproblemen im Mittelfeld sowie in der Oberahrtaler Viererkette und von allgemeinen Unkonzentriertheiten profitierten. So kam es, dass Niederzissen bereits zu drei Chancen gekommen war, ehe in der 13. Minute das verdiente 1:0 fiel. Nach einem der unzähligen einfachen Ballverluste im Spielaufbau der Gäste konnte Fabian Bermel den Führungstreffer erzielen. Auch im Anschluss blieben die Brohltaler am Drücker, verpassten es aber, weitere Treffer nachzulegen.

Nach Wiederanpfiff kam zunächst ausschließlich die Heimmannschaft gefährlich vor das Tor. Vor allem einige platzierte Distanzschüsse sorgten für gewisse Gefahrenmomente, jedoch konnte Marcel Ley mit starken Paraden einen höheren Rückstand verhindern. Mit der Zeit ließen aufgrund der hohen Temperaturen vor allem bei den Hausherren allerdings zusehends die Kräfte nach, sodass diese durch teilweise aufreizendes Zeitspiel augenscheinlich ausschließlich darauf bedacht waren, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.

Lange Zeit sah es auch so aus, als würde dieser Plan aufgehen, denn die Gäste blieben in ihren Bemühungen erschreckend harmlos und brachten lange Zeit keine Möglichkeiten zustande - bis auf einen zu hoch angesetzten Kopfball von Marc Hollender nach einem Eckball von Justin Fries. In der 82. Minute schien das Spiel dann endgültig gelaufen zu sein. Tim aus der Wieschen brachte sich links im OASF-Strafraum in Schussposition und beförderte den Ball punktgenau in die lange Ecke. Doch mehr oder weniger im direkten Gegenzug wurde es völlig unvermittelt noch einmal spannend. Lukas Thelen flankte von der Grundlinie scharf vor das Tor, wo Joker Peter Klein lauerte und aus kurzer Distanz den Niederzissener Schlussmann überwinden konnte. Nun warfen die Gäste alles nach vorn.

Und diese Energieleistung sollte belohnt werden: In der Nachspielzeit wähnten die SCN-Spieler den Ball bei einem OASF-Angriff im Toraus. Das Spiel lief dennoch zunächst weiter, wurde dann aber doch unterbrochen, weil ein Niederzissener Verteidiger im Strafraum Schiedsrichter Lars Plenge für seine Entscheidung, nicht auf Abstoß zu entscheiden, beleidigte und folgerichtig vom Platz gestellt wurde, was einen indirekten Freistoß sechs Meter vor dem Tor nach sich zog. Diese Gelegenheit ließ sich Lukas Knelke nicht entgehen: Er traf genau unter die Latte.

Fazit: Lange Zeit blieb die Mannschaft so gut wie alles schuldig, was sie am vergangenen Spieltag noch ausgezeichnet hatte. Sie fand zu keiner Zeit die spielerische Leichtigkeit der Vorwoche wieder, präsentierte sich im Spiel gegen den Ball zeitweise etwas konfus und oftmals unkonzentriert.

Letztlich kann sie aber, gemessen am Spielverlauf, mit dem Punkt sehr gut leben, der vor allem durch die tolle Moral in der Schlussphase und durch die höheren konditionellen Reserven erkämpft werden konnte.

SG OASF/Barweiler: Marcel Ley, Max Niggemann (71. David Raths), Manuel Emmerichs, Yannick Dreser, Florian Hideg, Justin Fries, Lukas Thelen, Marcel Ewinger, Lukas Knelke, Sebastian Sesterheim, Marc Hollender.

Vorschau

SG OASF/Barweiler II - SG Hocheifel II (Sonntag, 6. September, 12 Uhr, in Antweiler), SG OASF/Barweiler - SC Bad Bodendorf (Sonntag, 6. September, 14.30 Uhr, in Antweiler).

Mädchen für alles: Betreuer Herbert Ley.Foto: privat

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