Allgemeine Berichte | 06.09.2014

Diplom Psychologe Werner Dinkelbach erläuterte Möglichkeiten zur Verhaltenstherapie

ADHS gilt als die häufigste Verhaltensstörung

Dr. Schlunke-Panatzek, Nicole Birkenmaier, Werner Dinkelbach und Alfred Adams. privat

Andernach. Was früher der Rohrstock war, ist heute die Psychopille. Viele Kinder, die als verhaltensauffällig gelten, bekommen jeden Tag Tabletten. Denn ein großer Teil der Ärzte hält die Medikation in diesen Fällen für die effektivste Methode. So kommen auch schwierige Kinder in der Gesellschaft zurecht, können in der Schule lernen und funktionieren. Was müssen die Kleinsten in unserer Gesellschaft schlucken, um dem Leistungsanspruch ihres Umfelds zu genügen? Welche Alternativen zu Psychopharmaka gibt es?

ADHS war Thema

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die auch als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom oder Hyperkinetische Störung (HKS) bezeichnet wird, ist eine bereits im Kindesalter beginnende psychische Störung, die sich durch Beeinträchtigungen in den Bereichen Aufmerksamkeit und Impulsivität sowie bei zwei der drei Varianten ausgeprägte körperliche Unruhe (Hyperaktivität) äußert. Minimale Cerebrale Dysfunktion (MCD) ist die veraltete Bezeichnung.

Häufigste Verhaltensstörung

Die Häufigkeit der ADHS unter Kindern und Jugendlichen wird mit 5,9 bis 7,1 Prozent der beziffert. Sie gilt heute als häufigste Verhaltensstörung bei Kindern und Jugendlichen. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Anlässlich des jüngsten Montags-Gesprächs mit dem Titel „Pillen für den Störenfried – Psychopharmaka im Kinderzimmer“ wurden sowohl die medikamentöse Behandlung als auch die Alternativen zur Medikamentenbehandlung von ADHS besprochen. Diplom Psychologe und Diplom Pädagoge Werner Dinkelbach, Leiter des Instituts für Psychotherapie und Psychoanalyse Rhein-Eifel GmbH, erläuterte die Möglichkeiten der Verhaltenstherapie im Umgang mit ADHS Erkrankten und erklärte die psychotherapeutischen Möglichkeiten der Behandlung. Die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie Frau Dr. med. Barbara Schlunke-Panatzek führte aus wie ADHS erkannt wird und welche Maßnahmen von medizinischer Seite getroffen werden, um für die Betroffenen eine auf sie abgestimmte Therapie zu finden und anwenden zu können. Auch auf die Auswirkungen für das soziale Umfeld der Kinder und Jugendlichen wurde eingegangen, hierzu äußerte sich Nicole Birkenmaier, Mutter eines „ADHS Kindes“. Aufgezeichnet wurde das von Alfred Adams geführte Gespräch von Mitgliedern des Stammtisches des Offenen Kanal Andernach im Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse Rhein-Eifel GmbH in der roten Schule in Andernach. Otto Kaiser und Wolfgang Seidel bedienten die Kamera und Walter Burdack sorgte für den guten Ton. Zu sehen ist die Aufzeichnung im Programm des Offenen Kanal-Andernach.

Dr. Schlunke-Panatzek, Nicole Birkenmaier, Werner Dinkelbach und Alfred Adams. Foto: privat

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