Allgemeine Berichte | 25.04.2015

Gemeinsame Aktion des BvS und der kfd Ochtendung

Abiturienten spenden für „Project in School“

Gemeinsames Projekt (v.l.): Heidrun Mülhausen, Florian Jüngerich, Brunhilde Geisen (Vorsitzende Kfd), Svea Zerwas. privat

Andernach. In ihrer Freude über den erfolgreichen Schulabschluss haben die Abiturienten des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums nicht vergessen, dass es Kinder gibt, für die es gar nicht oder nur sehr schwer möglich ist, einen Schulabschluss zu machen. Die Kollekte des Abschlussgottesdienstes im Mariendom in Andernach sowie ein Teil des Überschusses aus der Stufenkasse sollten gespendet werden, um auch anderen jungen Menschen auf der Welt einen Schulabschluss zu ermöglichen. Es kamen insgesamt 876 Euro zusammen.

Ein Abiturient am BvS hat während eines Aufenthaltes in Nepal den Lehrer und Reiseführer Mani Humagain kennen und schätzen gelernt. Mani stammt aus einem Dorf in der Nähe von Kathmandu, aus ärmsten Verhältnissen. Eine teure Privatschule, die ihm alle Möglichkeiten offen gehalten hätte, konnte er nicht besuchen. Die staatlichen Schulen sind in einem sehr schlechten Zustand und werden von der Regierung vernachlässigt. Mit viel Fleiß und Arbeit neben der Schule hat er es geschafft, das Abitur zu machen und anschließend an der Universität Englisch und Geschichte zu studieren.

In seinem Dorf ist er mittlerweile eine Institution. Gemeinsam mit anderen Lehrern und Dozenten hat der das „Project for School“ ins Leben gerufen. Unermüdlich setzt er sich für „seine“ Kinder ein, zeigt ihnen anhand seines Werdeganges, dass es möglich ist, auch durch den Besuch einer staatlichen Schule eine gute Schulbildung zu erhalten. Besonders setzt er sich für Mädchen ein, denn noch immer ist es in Nepal nicht üblich, dass Mädchen überhaupt eine Schulbildung erhalten. Die staatlichen Schulen sind in einem desolaten Zustand und die Lehrer arbeiten unter schwersten Bedingungen. Auch ein Schulweg von über zwei Stunden täglich zu Fuß ist für viele Kinder selbstverständlich.

Seit einiger Zeit ist auch die Katholische Frauengemeinschaft Ochtendung auf das Projekt aufmerksam geworden und hat durch Spenden schon wesentlich zum Neubau der Toilettenanlagen beigetragen. Die Katholische Frauengemeinschaft Ochtendung ist begeistert vom Engagement der Abiturienten und hat sich sofort bereit erklärt, den Betrag um weitere 450 Euro aufzustocken und die Kosten für die Überweisung zu tragen - somit kommt das Geld der Abiturienten zu 100 Prozent ohne Abzüge an. Mit Mani besteht ständiger Kontakt und es gibt laufende Informationen von der Schule und der Verwendung der Spendengelder.

Gemeinsames Projekt (v.l.): Heidrun Mülhausen, Florian Jüngerich, Brunhilde Geisen (Vorsitzende Kfd), Svea Zerwas. Foto: privat

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