Artenvielfalt schützen
Artenvielfalt und Wildbienen aktiv schützen
Artenvielfalt beginnt vor der eigenen Haustür
Andernach.
Auf Einladung der Klima-Werkstatt Andernach hielt Iris Fuhrmann von „Kehrig summt e. V.“ am 22. Oktober 2026 im Rahmen der regulären Tagung einen Vortrag über Wildbienen und die Bedeutung der Artenvielfalt.
Dabei ging es nicht nur um Wildbienen, sondern auch um das Artensterben und die Bedeutung der Biodiversität. Darunter versteht man die Vielfalt des Lebens, zu der neben der Artenvielfalt auch die genetische Vielfalt und die Vielfalt der Ökosysteme gehören. Sie ist entscheidend für das Gleichgewicht der Natur und trägt dazu bei, dass sich Lebewesen an veränderte Umweltbedingungen anpassen können.
Ein wichtiger Punkt des Vortrags war die Bedeutung einheimischer Pflanzen. Sie bieten vielen heimischen Insekten Nahrung und sind an die regionalen Bedingungen angepasst. Besonders Wildstauden können dazu beitragen, das Nahrungsangebot für Wildbienen und andere Bestäuber zu verbessern. Dabei kommt es auch auf die Auswahl der Pflanzen an: Gefüllte Blüten sehen zwar häufig schön aus, bieten Insekten jedoch oft keinen ausreichenden Mehrwert.
Auch alte Bäume und artenreiche Wiesen sind wichtige Lebensräume. Während ein alter Baum über Jahrzehnte zahlreichen Lebewesen Schutz bieten kann, schaffen unterschiedliche Wiesenflächen wertvolle Rückzugsorte. Je vielfältiger die Lebensräume sind, desto mehr Arten können von ihnen profitieren.
Doch was können wir selbst tun? Bereits im eigenen Garten lässt sich einiges verändern. Dazu gehört, einheimische Wildstauden zu pflanzen, auf Pestizide zu verzichten und torffreie Erde zu verwenden. Auch naturnah gestaltete Grünflächen helfen dabei, Lebensräume zu schaffen. Pflanzen mit Samenständen können zudem über den Winter stehen bleiben. Sie dienen Vögeln als Nahrungsquelle und bieten Insekten teilweise Überwinterungsmöglichkeiten oder Nistplätze. Schottergärten hingegen bieten der heimischen Tierwelt nur wenig.
Bei Nisthilfen für Wildbienen sollte ebenfalls auf eine geeignete Gestaltung geachtet werden. Nicht jede Nisthilfe ist automatisch sinnvoll. Ungeeignete Konstruktionen können unter anderem die Ausbreitung von Parasiten begünstigen.
Iris Fuhrmann hat deutlich gemacht, dass der Schutz der Artenvielfalt bereits vor der eigenen Haustür beginnt. Ob durch die Auswahl geeigneter Pflanzen, den Verzicht auf Pestizide oder die naturnahe Gestaltung des Gartens – jede*r kann einen Beitrag leisten. Denn eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt ist eine wichtige Grundlage für stabile Ökosysteme und eine lebenswerte Umwelt.
Weitere Informationen: klimawerkstatt-andernach.de // kehrig-summt.de
Text: Julian Przybylla
„Warum das Ganze?“ – Iris Fuhrmann erläutert den Vogelschwund als einen der Gründe, warum „Kehrig summt!“ aktiv wurde. Foto: Ise Thomas
Konkrete Maßnahmen für mehr Artenvielfalt als Kernstück des Vortrags. Foto: Ise Thomas
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Iris Fuhrmann stellt im Rahmen der Tagung der Klima-Werkstatt Andernach den Verein „Kehrig summt e.V.“ vor. Foto: Ise Thomas