Allgemeine Berichte | 20.06.2014

Kirchenchor „Cäcilia“ Plaidt

Auf Reisen in Trier und im Ruwertal

Beim Jahresausflug trafen die rund 30 Teilnehmer auf bekannte Gesichter

Trier. Nach Trier und ins Ruwertal führte vor Kurzem die Fahrt des Kirchenchors „Cäcilia“ aus Plaidt. Vor Reisebeginn sprach Pastor Rith als Präses des Chores im Bus ein Gebet und erbat den Reisesegen. Dann ging es über die Eifelautobahn nach Trier, der ältesten Stadt in Deutschland, die immer eine Reise wert ist. Punkt zehn Uhr stieg die Stadtführerin in den Bus ein und ließ die Besucher zuerst im Innenstadtbereich, dann in den höher gelegenen Stadtteilen Anteil nehmen an der Baugeschichte und der Entwicklung der Moselstadt, die vor 1.700 Jahren eine der Hauptstädte des römischen Weltreichs gewesen ist. Trier mit den vielen antiken Plätzen und Ausgrabungen, mit dem alten Dom und vielen weiteren Kirchen ist durch seine lange Geschichte sehenswert.

Nach der Mittagspause ging es zurück ins Ruwertal. Dort ist in Waldrach im vergangenen Herbst Ralf-Matthias Willmes als Pastor eingeführt worden. Pastor Ralf-Matthias Willmes war in der Zeit von 1993 bis 1996 als Vikar in der Pfarreiengemeinschaft Plaidt - Miesenheim - Saffig tätig. Mit den Menschen in Waldrach verbindet den Kirchenchor aus Plaidt jedoch schon eine längere gute Beziehung: Im September 1925 kam aus diesem Ort der Chorleiter und Organist Lorenz Lauterbach in die Pellenz. Er war es, der den Männerkirchenchor für Frauen und Mädchen öffnete. Sofort traten damals 36 Jugendliche und junge, unverheiratete Frauen dem Chor bei. Da hieß es, für die kommende Weihnachtszeit gleich kräftig zu proben. Tatsächlich wurde nach knapp drei Monaten eine mehrstimmige lateinische Messe aufgeführt, und am zweiten Weihnachtstag gab es das erste Konzert, das im „Hotel Nettetal“ erfolgreich aufgeführt wurde.

Nach dem Krieg nahm Lorenz Lauterbach eine „große Stelle“ in Stuttgart-Neuhausen an, wo seine Frau Betti Lauterbach heute noch wohnt. Vor 40 Jahren war der Plaidter Kirchenchor bereits schon mal in Waldrach, damals mit siebzig Sängerinnen und Sängern. Da hatte die jetzige Reisegruppe mit knapp dreißig Gästen tatsächlich viel mehr Platz auf der Empore in der Kirche, als um 17.15 Uhr der Vorabendgottesdienst gefeiert wurde. Pastor Ralf-Matthias Willmes begrüßte natürlich die Sängerinnen und Sänger aus Plaidt und Saffig, die unter Leitung von Florian Strub die „Missa brevé“ aufführten. Als Organist wirkte, natürlich, ein gewisser Lorentius Lauterbach, einer der Neffen des damaligen Chorleiters.

Nach dem Gottesdienst gab es einen kleinen Empfang, den der Pfarrgemeinderat ausrichtete, vor dem Pfarrheim hinter der Kirche. Pastor Ralf-Matthias Willmes konnte nun jeden Einzelnen wiedererkennen und begrüßen. Dazu haben die Mitglieder des Waldracher Kirchenchors dann Wein aus ihrer Gemeinde eingeschenkt, und bei frischem Brot und nur wenigen „Begrüßungs- und Dankreden“ gab es gleich die richtige Stimmung, um gemeinsam zu singen. Lorentius Lauterbach stimmte an, und dann klang es „wie früher“, als die ein- und mehrstimmigen Volkslieder erklangen. Einhelliges Urteil der Mitreisenden: Das war ein Singen „wie früher“, so wohlklingend, so Gemeinschaft stiftend, so verbindend. Wenn die Wirtin im nahe gelegenen Landgasthof Simon nicht mit dem Abendessen gewartet hätte, wäre dies eine längere Angelegenheit im Kreise der Lieben geworden, so viel gab es zu erzählen. Nach der Stärkung ging es über die Eifelautobahn zurück in die Pellenz. Ein schöner Tag, an den alle gerne zurückdenken.

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