Herzsportgruppe im TBA besuchte Xanten
Auf den Spuren der Römer
Xanten. Eine große Gruppe interessierter Mitglieder der Herzsportgruppen im TBA und deren Angehörige unternahmen eine Fahrt nach Xanten am Niederrhein.
Dort ging es zuerst ins Gotische Haus, einem der ältesten Häuser der Stadt. Es handelt sich um ein sehenswertes architektonisches Bauwerk, das um 1540 erbaut wurde. Heute beherbergt es ein Restaurant mit ganz besonderem Ambiente. Leckere Speisen und Getränke warteten schon auf die hungrige Gruppe. Dann ging es, geführt von zwei Damen, zum Stadtrundgang, der am Gotischen Haus begann, über den Markt zum Dom und zu den Kanoniker-Häusern führte. Dort wohnten zur damaligen Zeit unverheiratete Männer, deren Aufgabe es war, sieben Mal am Tag in der Kirche zu beten. Diese Kanoniker waren reiche Männer, deren Zugewinn aus üppigen Pfründen bestand. So konnten sie auch einen wesentlichen finanziellen Beitrag zum Dombau leisten. Weiter ging es zur historischen Krimhild Mühle. Die Windmühle ist heute noch aktiv und mahlt je nach Windstärke verschiedene Getreidesorten. Nicht weit davon steht das Klever Tor, ein wunderschönes, in Ziegel 1393 entstandenes Gebäude. Heute kann man in dem Tor und in dessen Apartments übernachten.
Zurück in der Innenstadt, luden zahlreiche Cafés zur köstlichen Pause ein. Die letzte Station des Aufenthaltes beinhaltete eine Führung im St. Viktor Dom. Der Bau,1263 begonnen, wurde 1544 beendet. Dort gab es kostbare Chor- und Seitenaltäre zu sehen. Der Hochaltar mit dem edelsteinbesetzten Schrein des Heiligen Viktor bildet das bedeutendste Heiligtum des Domschatzes. Bis heute sind 24 meist aus Holz geschnitzte Altäre erhalten. Hervorzuheben ist der Märtyreraltar, der Marienaltar, der Martinusaltar und der Antoniusaltar. Beeindruckend ist der Marienaltar, er wurde 1536 von dem Künstler Heinrich Dovermann aus Dinslaken geschaffen. Die Pedrella, die erste Stufe über dem Altar, auf dem das Altarbild (Retabel) steht, ist eine Hohlschnitzerei aus einem Baumstamm und von unschätzbarem Wert. An dem Werk arbeiteten mehrere Künstler, weil sie die Arbeit nicht in ihrer Lebensarbeitszeit fertigstellen konnten.
Die Domführerin Frau Hußmann machte die Besuchergruppe auf viele Kuriositäten aufmerksam,wie zum Beispiel an einem Altarbild die Darstellung des Jesuskindes im Gehfrei (den Rollator für Kinder gab es damals also auch schon). Hoch zufrieden ging es zurück zum Bus, um mit vielen interessanten Eindrücken über die Stadt Xanten zurück nach Andernach zu fahren.
