Knappe Niederlage gegen den SC Freiburg
Bäckermädchen verpassen die Pokal-Sensation nur knapp
aus Andernach
Andernach. Die SG 99 Andernach hat die Überraschung in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals nur knapp verpasst. Gegen den Bundesligisten SC Freiburg unterlag die Mannschaft von Trainerin Isabelle Hawel mit 1:2 (0:2). Nach einer schwierigen ersten Halbzeit steigerte sich die SG 99 nach der Pause deutlich, verkürzte durch Carolin Schraa per Foulelfmeter und hielt die Partie bis zum Schlusspfiff offen.
„Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft und ihren Kampfgeist heute“, sagte Isabelle Hawel nach der Partie. „Gerade die zweite Halbzeit war kämpferisch überragend.“
Der SC Freiburg erwischte den besseren Start und setzte die Andernacherinnen früh unter Druck. Bereits in der 8. Minute brachte Kapitänin Lisa Karl die Gäste in Führung. Die Freiburgerin setzte sich im Strafraum durch und traf ins lange Eck. Damit war der Plan, so lange wie möglich ohne Gegentreffer zu bleiben, bereits früh dahin. Auch danach bestimmte der Bundesligist zunächst das Geschehen und hielt die SG 99 weitgehend vom eigenen Tor fern.
Nach einem Eckball erhöhte die völlig freistehende Julia Stierli per Kopf auf 0:2 (27.). Die Andernacherinnen fanden zunächst nur selten den Weg in die Offensive, blieben aber im Spiel. Die erste gefährliche Torchance bot sich den Bäckermädchen in der 30. Minute. Eine Hereingabe von Mia Trombin auf Carolin Schraa klärte Ilayda Acikgöz im letzten Moment. Kurz vor der Pause musste Elena Bläser mehrfach eingreifen und verhinderte einen weiteren Freiburger Treffer.
„Ich habe den Mädels gesagt, dass bei 0:2 noch nichts passiert ist und wir nur einen Anschlusstreffer brauchen“, berichtete Hawel über ihre Ansprache in der Kabine.
Und genau diesen Anschlusstreffer erzielte die SG 99 kurz nach Wiederbeginn. Vanessa Zilligen setzte sich nach einem schnellen Angriff durch und wurde von Freiburgs Torhüterin Lorena Barth im Strafraum zu Fall gebracht. Carolin Schraa übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:2 (51.).
Der Treffer gab den Andernacherinnen sichtbar Auftrieb. Die SG 99 agierte nun mutiger, setzte Freiburg früher unter Druck und kam häufiger in die Offensive. „Wir sind dann vorne draufgegangen und haben gemerkt, dass wir gut mithalten können“, beschrieb Kapitänin Vanessa Zilligen die zweite Halbzeit.
Freiburg blieb dennoch gefährlich und hatte mehrfach die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Elena Bläser hielt ihre Mannschaft mit starken Paraden im Spiel.
In der Schlussphase entwickelte sich eine offene Partie. Die Andernacherinnen suchten weiter den Weg nach vorne, während Freiburg mit schnellen Angriffen für Entlastung sorgte. Gleichzeitig verteidigte die SG 99 mit großer Einsatzbereitschaft und hielt die Partie bis zum Abpfiff offen. Der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr fallen.
„Mit dem Anschlusstreffer konnten wir den Gegner nervös machen. Dadurch durften wir die Partie noch einmal spannend gestalten“, sagte Hawel. „Wir hatten noch die ein oder andere Halbchance, aber natürlich muss man realistisch bleiben. Freiburg hat auch einiges liegengelassen.“
Damit endet die Pokalreise der SG 99 in der ersten Hauptrunde. „Wir haben den Zuschauern heute einen guten Fight geboten und nehmen die kämpferische Leidenschaft mit“, bilanzierte Hawel. Für die SG 99 geht es bereits am kommenden Wochenende in der 2. Frauen-Bundesliga weiter.
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Lisa Karl (links) und Isabel Pfeiffer (rechts) im Laufduell: Die Freiburger Kapitänin erzielte die frühe Führung, die SG 99 hielt die Partie nach der Pause bis zum Schlusspfiff offen. Foto: SG 99 Andernach / Norina Tönges