Familienkreis der Kolpingsfamilie Plaidt
Besuch bei der Theateraufführung der Kolpingsfamilie Kärlich
Plaidt. Schon traditionell ist der Besuch der Theateraufführung in Kärlich im Pfarrsaal bei der dortigen Kolpingsfamilie. Diesmal stand ein Klassiker auf dem Programm. Ephraim Kishon: „Der Trauschein“. Was passiert, wenn die Tochter heiraten will und deren Bräutigam als Nachweis, dass seine zukünftige Frau auch ehelich geboren worden ist, den Trauschein ihrer Eltern verlangt, dieser aber nicht auffindbar ist? Dann hat man die perfekte Situation für eine Komödie nach Kishon. Er, der seine eigene Frau immer liebevoll, aber durchaus auch augenzwinkernd „die beste aller Frauen“ nennt, zeichnet in „Der Trauschein“ humorvoll ein Bild der Beziehung zwischen Mann und Frau. Auf der einen Seite die Tochter in einer frischen Beziehung mit dem Wunsch, sich fest zu binden, wobei sie sehr schnell unsicher wird, ob dies der Richtige ist. Auf der anderen Seite die Eltern, die im festen Glauben leben, seit 25 Jahren verheiratet zu sein und durch die Unauffindbarkeit des Trauscheines plötzlich all die in den Jahren entstandenen Zweifel an ihrer Beziehung offen ausdrücken. Kishon versteht es, lustig und mit vielen Angriffen auf das Zwerchfell auch zum Nachdenken anzuregen. Am Ende wird, wie es sich für eine richtige Komödie gehört, alles wieder gut. Und so endete dieser Theaterbesuch bei dem einen oder anderen mit Muskelkater in der Bauchgegend. Zum Trost wurde anschließend gemeinsam eingekehrt. So fand ein rundum gelungener Abend ein angemessenes Ende beim gemütlichen Beisammensein.
