Der Flugplatz Mendig hat gute Chancen, Veranstaltungsort des nächsten Mega-Events zu werden
„Bleibt Rock am Ring in der Region?“
Bürgermeister Jörg Lempertz und Hans Peter Ammel verweisen auf viele Vorteile des Standortes
Mendig. Da das Konversionsgelände Flugplatz Mendig vom Zweckverband in eine Vier-Säulen-Nutzung aufgeteilt wurde (1. Flugplatz, 2. Test- und Entwicklungszentrum, 3. Gewerbe und Industrie, 4. Veranstaltungen) und die vierte Säule sich bei Großveranstaltungen wie zum Beispiel „Holi in Colors“ mit 10.000 Besuchern bestens bewährt hatte, wurden die beiden Mendiger Bürgermeister Jörg Lempertz (VG-Mendig) und Hans-Peter Ammel (Stadt) hellhörig, als sie hörten, dass der bekannte Konzertveranstalter Marek Lieberberg sich für Mendig als zukünftigen Veranstaltungsort für Rock am Ring interessiert. In einem Gespräch mit Blick aktuell signalisierten die beiden Mendiger Bürgermeister, dass sie sich aufgrund der vielen Vorteile, die das Mendiger Flugplatzgelände bietet, gute Chancen ausrechnen, in die engere Wahl zu kommen. „Als am Sonntagabend die Meldung kam, Rock am Ring verlässt den Nürburgring, haben wir uns am Montagmorgen zusammengesetzt und in einem Bewerbungsschreiben alle Vorteile des Standortes Flugplatz Mendig benannt sowie die entsprechenden Unterlagen hinzugefügt und per E-Mail versandt. Bereits am Dienstag besuchte uns Marek Lieberberg in Mendig und einen Tag später kamen weitere Mitarbeiter seiner Agentur zu uns. Am Donnerstag, dem 5. Juni, waren Hans-Peter Ammel und ich am Nürburgring, wo Marek Lieberberg uns unter anderem den riesigen Planungs-Aufwand, den eine solche Riesenveranstaltung mit sich bringt, erläuterte.“ Das 1,9 Millionen Quadratmeter große Flughafengelände verfügt über eine Veranstaltungsfläche von 1,3 Millionen Quadratmetern. „Gegenüber dem Nürburgring mit 200.000 Quadratmetern Veranstaltungsfläche bedeutet dies für Mendig bereits einen enormen Vorteil“, so Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel. Zu den weiteren Vorteilen des Mendiger Standortes zählen die günstige Verkehrsanbindung A 61 und A 48 sowie die L 256 und L 262 und nicht zuletzt der Mendiger Bahnhof, der nur wenige Minuten vom Flugplatz entfernt ist. Die große Freiflächigkeit bietet außerdem vielen Menschen die Möglichkeit, näher an der Bühne zu stehen, als zum Beispiel am Nürburgring. Ein weiterer positiver Aspekt ist die langfristige Verfügbarkeit des Geländes (besonders günstig, da ein Veranstalter solcher Festivals den enormen Planungsaufwand allein aus wirtschaftlichen Gründen nicht nur für wenige Jahre betreiben kann). „Erwähnenswert ist auch die Weitläufigkeit des Areals, welche einen großen Vorteil in Sachen Sicherheit bietet, da es zahlreiche unverstellte Fluchtwege gibt“, so VG-Bürgermeister Lempertz, der hinzufügte: „Wenngleich das für ’Holi in Colors‘ erarbeitete Verkehrs- und Sicherheitskonzept erfolgreich war, muss dieses selbstverständlich ebenso wie ein entsprechendes Lärmschutzgutachten überarbeitet werden. Wir werden unsere Hausaufgaben gewissenhaft erledigen, sind uns jedoch der Konkurrenz durch andere Mitbewerber durchaus bewusst. Dennoch wird dieses Verfahren in jedem Fall gewinnbringend für uns sein, denn wenn es vielleicht nicht der Rock am Ring wird, dann vielleicht eine andere Großveranstaltung. Auch wenn Rock am Ring nicht nach Mendig kommt, wäre es fahrlässig, sich nicht für eine Austragung beworben zu haben“, so VG-Bürgermeister Jörg Lempertz. Abschließend unterstrichen die Bürgermeister: „Ob das Festival - wie auch immer es in Zukunft heißen wird - zeitgleich an zwei Veranstaltungsorten ausgetragen wird und ob, bzw. wie die Veranstalter sich einigen, ist nicht unsere Angelegenheit. Für uns wäre es wichtig, dass das Festival in der Region bleibt.“
Das insgesamt 1,9 Millionen Quadratmeter große Areal des Mendiger Flugplatzes dürfte sich als Veranstaltungsort für jede Großveranstaltung bestens eignen. Foto: Walter Müller
