Feuerwehren der VG Pellenz und das DRK probten den Ernstfall
„Brand im Kindergarten“
Pellenz.Kürzlich fand eine Großübung der Wehren aus Saffig, Plaidt und Kruft sowie der DRK-San-Einheit aus Saffig, Ochtendung und Polch, die im Kreis Mayen Koblenz die SEG S3 bilden, statt. Um 14.58 Uhr wurden die Einsatzkräfte über Funkmeldeempfänger und Sirene alarmiert mit dem Stichwort „Brand im Kindergarten Saffig, mehrere vermisste Personen.“ Einsatzleiter Jörg Schrömges hatte die Lage zusammen mit Dieter Sill als Einheitsführer von Saffig schnell analysiert und teilte die Kräfte vor Ort ein. Die Feuerwehr Saffig übernahm die Rettung von den Vermissten Personen im Gebäude unter schwerem Atemschutz. Hierbei kam nun das erste Mal seit der Beschaffung die Wärmebildkamera zum Einsatz. Zitat des Trupps „Ohne hätten wir in dem Rauch so schnell nicht alle finden können“. Des Weiteren wurden aufgrund des angenommenen Küchenbrandes 2 Rohre im Außenangriff eingesetzt. Die Kräfte der Feuerwehr Plaidt, die auch ihr neues HLF 20 in den Einsatz brachten, sowie die Feuerwehr Kruft unterstützten mit mehreren Trupps bei der Rettung im Gebäude unter Atemschutz. Ebenfalls halfen einige Wehrleute beim Transport der Verletzten von der Einsatzstelle zum Sammelplatz und zum Behandlungsplatz. Ferner unterstützten einige Feuerwehrkameraden, die auch zeitgleich in einer First Responder Einheit aktiv sind, das DRK bei der Versorgung an der Sammelstelle und der Registrierung der Verletzten.
15 Personen mussten gerettet werden
Insgesamt waren es 15 Personen die gerettet und versorgt werden mussten. Nach einer guten Stunde konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Unter den Zuschauern waren auch Landrat Dr. Alexander Saftig, Bürgermeister Klaus Bell, neuer KFI Reiner Nell, Ortsbürgermeister Dirk Rohm, Wehrleiter Detlev Leersch sowie Vertreter der KBL des DRK Mayen Koblenz. Im Anschluss an die Übung folgte eine offizielle Fahrzeugübergabe des DRK Ochtendung, die vor Kurzem einen neuen KTW erhalten haben, mit Einsegnung durch Pfarrer Schuh. Hieran schlossen sich die Worte der Übungsplaner Benedikt Stracke und Björn Bunse an, sowie die „Manöverkritik“ des Einsatzleiters Jörg Schrömges. Es konnte ein durchgehend positives Fazit der Übung gezogen werden. Die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen, vor allem auch in der gemeinsamen Einsatzleitung sowie auch bei gegenseitig unterstützenden Tätigkeiten. An der Übung nahmen 46 Floriansjünger und 30 Personen des DRK teil, welche eine überschaubare Anzahl an Verletzten retten und versorgen mussten. Stellt man sich nun vor, dass bei kompletter Auslastung über 110 Personen im Kindergarten anzutreffen sind, so kann man sich einfach ausrechnen, welch hohen Personal- und Materialaufwand die Rettungsorganisationen bei einem Ernstfall aufbringen müssen.
