Kappensitzung des Seniorenkreis der Kolpingsfamilie Andernach
„Das Kolpinghaus stand Kopf“
Rheinisches Brauchtum wird gepflegt
Andernach. Weil das Osterfest in diesem Jahr sehr spät gefeiert wird, fiel die Karnevalssitzung des Seniorenkreises auf den Valentinstag. Unter dem Motto „Die Narren sind los“ feierte die Senioren und Junggebliebenem erneut ihre „Kappensitzung“ im altehrwürdigen Kolpinghaus an der Hochstraße. Seniorenkreisleiter und Sitzungspräsident Josef Nonn konnte die bunt kostümierten Närrinnen und Narren in der festlich geschmückten Narrhalla mit einem dreifach donnernden „Annenach Alaaf“ begrüßen. Ein besonderer Willkommensgruß galt natürlich allen Damen im Saal. Die am Programm und bei der Vorbereitung der Veranstaltung mitwirkenden Damen erhielten jeweils auch eine Rose zum Dank für ihren Einsatz.
Eingestimmt durch den duftenden Kaffee und frisch gebackene Nauzen hieß es schon um 15:11 Uhr „Vorhang auf und Bühne frei für die Narretei“! Ein buntes Programm, ausschließlich mit eigenen Aktiven, wurde mit Schunkelwalzern und Fastnachtsschlagern zum Mitsingen durch Heinz Meurer am Schifferklavier gestartet. Den Vortragsreigen eröffnete Christa Erbar als Frau, die ihre Erlebnisse in Arztpraxen, Krankenhäusern und mit Chefärzten zum Besten gab. „Neuwieder werden im Andernacher Stiftshospital ohne Betäubung operiert!“, so die Mitteilung eines Arztes. Natürlich kann es auch immer wieder mal zu Verwechselungen kommen und man findet deswegen den entsprechenden Facharzt nicht. Mit großem Applaus wurde Christa Erbar für ihren gelungenen Vortrag verabschiedet. Eine Augenweide war die Moderatorin Hilde Weiler mit ihren beiden Super-Models Anneliese Klose und Elfriede Lamberz, die eine Modenschau der besonderen Art präsentierten. Galt es doch, mit einer profanen, langen, weißen Herrenunterhose (mit Eingriff!) die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten eindrucksvoll vorzuführen. Ob als Burnus in der Wüste, als „Schlabberlatz“ beim Essen, als Gesichtsschutz beim Skiabfahrtslauf und für viele andere Gelegenheiten. Insbesondere die Närrinnen zeigten sich entzückt über die bislang unbekannten Nutzungsformen.
In einem Zwiegespräch nahmen Heinz und Hermine Stark, Ex-Prinzenpaar des Andernacher Karnevals, auch einige Mitglieder des Kolping in ihrem kurzweiligen Vortrag auf den Arm.
Der Hofstaat erwies seine Referenz
Und dann folgte bereits ein weiterer Höhepunkt der Sitzung: Das Andernacher Prinzenpaar mit seinem Hofstaat und dem Vertreter des Festausschusses, Geschäftsführer Michael Strahl, hielten Einzug in die farbenfroh geschmückte Narrhalla. Unter dem Motto „Kunterbunt läuft alles Rund“ ist es das Ziel von Prinz Tubak II. und Prinzessin Jessica I. aus dem stolzen Korps der Rot-Weißen Husaren, gemeinsam mit allen Karnevalisten die Annenache Fasenacht zu feiern. Nach den „Regularien“ mit der Begrüßung durch den Sitzungspräsidenten und den Gegenreden von Festausschuss, dem närrischen Kanzler Mättes „Vom Grünen Herz zum goldenen Fluss“ und dem Prinzen ergoss sich ein wahrer Ordenssegen für verdiente Mitglieder der Kolpingfamilie. Natürlich ließ sich der Prinz nicht zweimal bitten, das Prinzenlied mit dem vom ihm selbst verfassten Text mit seinem Hofstaat zu singen. Es ist eine wahre Hommage an seine Vaterstadt Andernach und die Stadtteile und die Menschen dieser Stadt.
Sie verweilten noch bei Kaffee und Nauzen und folgten dem weiteren Programm im Saal, bevor des dann hieß „Dringende Regierungsgeschäfte rufen“ und die närrische Reisegesellschaft verabschiedet werden musste.
Die „Evergreens“ aus dem Alt-Herren-Corps der Blauen Funken Andernach, durch die Bank auch Kolpingbrüder, unterhielten mit ihrem Potpourri-Programm 2019 u.a. mit dem Ohrwurm „Philippe kam aus Mexiko“ unter der bewährten Leitung von Heinz Meurer den Saal und forderten mit den alten Karnevalsschlagern zum Mitsingen und Schunkeln heraus. Da blieb kein Auge trocken.
Weiter ging es Schlag auf Schlag
Eine Wallfahrt mit Hindernissen und einer „grantelnden“ Begleiterin boten in gekonnter Manier Ferdi Busenkell und die 2. Vorsitzende der Kolpingfamilie Marlene Dornbach. Ein müder Pilger und eine zänkische und übermotivierte Pilgerschwester, die den Pilgergottesdienst nicht versäumen wollte, zogen alle Register.
Neu im Programm und zum ersten Mal auf dieser Veranstaltung war als „Peppi der Clown“ alias Michael Detje, der auf seinem Saxophon mitreißende „Kölsche Lieder“ zum Besten gab. Michael war viele Jahre Mitwirkender auf den Prunksitzungen der Blauen Funken. Ohne Zugabe durfte er die Bühne nicht verlassen.
Das vorletzte Wort hatten noch einmal die Evergreens, die mit dem zweiten Teil ihres diesjährigen Bühnenprogramms die Stimmung weiter anheizten. Heinz Meurer am Schifferklavier war die mit meistbeschäftigte Person, die sowohl den jeweiligen Ein- und Auszug der Vortragenden begleitete, aber auch als musikalischer Leiter der „Evergreens“ zu überzeugen vermochte. Ihm galt natürlich ein Sonderapplaus!
Mit dem Dank durch Sitzungspräsident Josef Nonn an die Aktiven, die Nauzenbäckerinnen, das Service-Personal, die Helfer beim Aufbau und dem Lied „Käi Word su schön bie Annenach“ endete die kurzweilige Veranstaltung mit einem dreimaligen „Annenach Alaaf“ und „Treu Kolping“. Alle waren sich einig in ihrer Aussage „Nä, batt wor datt widde schön“.
