Förderverein Hospizbewegung Andernach-Pellenz e.V lud ein
Der etwas andere Gang über den Friedhof
Fachleute informierten über unterschiedliche Bestattungsformen
Andernach. Der Förderverein Hospizbewegung Andernach-Pellenz e.V. bot zum wiederholten Mal eine Friedhofsbegehung auf dem Andernacher Friedhof an. Bei angenehmem Sommerwetter fanden sich 55 Personen auf dem Vorplatz der Friedhofshalle ein. Der Vorsitzende des Fördervereins, Bernhard Ickenroth, begrüßte die Teilnehmer und dankte für das große Interesse an der Veranstaltung: „So viele Teilnehmer hatten wir noch nie!“ Er konnte auch die Leiterin der städtischen Friedhofsverwaltung, Andrea Paulsen, mit ihrer Kollegin begrüßen und nicht zuletzt den Friedhofsmeister Günther Bermel. Ickenroth erläuterte, wie es zu der Friedhofsbegehung kam. Immer wieder hätten Angehörige gesagt: „Wenn wir das gewusst hätten, dann hätten wir eine andere Bestattung gewählt.“ Was lag also näher, als eine stressfreie Begehung des Friedhofs zu organisieren, bei der alle Fragen zur Bestattungskultur in Andernach beantwortet werden könnten. Günther Bermel führt seit Jahren souverän über den Friedhof und beantwortete alle Fragen, gewürzt mit kleinen Anekdoten, die ihm in den vielen Jahren seiner Tätigkeit untergekommen sind. Viele Teilnehmer waren überrascht, wie viele Variationen in der Erd- und Feuerbestattung angeboten werden und wie sich die Bestattungskultur ständig weiter entwickelt. Wenn ein naher Angehöriger verstirbt, dann entsteht notgedrungen eine Stresssituation, in der sehr schnell lange wirksame Entscheidungen zu treffen sind. Dabei bleibt wenig Zeit, sich über die vielfältigen Bestattungsmöglichkeiten der Stadt Andernach zu informieren. Hier bietet der Förderverein Hospizbewegung eine Gelegenheit, sich über Möglichkeiten der eigenen Bestattung und die naher Angehöriger zu informieren. Die Stadt bemüht sich ständig, die Bestattungskultur den Wünschen und Bedürfnissen der Bürger anzupassen. Sie bemüht sich aber auch, den Charakter eines gepflegten Parks zu erhalten und auszubauen. Daher ist es verwunderlich, dass die rechnerisch 5,5 Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung den Friedhof in Andernach und vier weiter Friedhöfe in den Stadtteilen so gut „in Schuss“ halten. Dafür gebührt ihnen Anerkennung.
