Werkstattbesuch der Martinsbergnachbarschaft
Die Königin gewährt einen Blick in ihr Inneres
Andernach. Durch ein Tor gelangte man auf das überraschend große Gelände der Firma Klais, die hier in vierter Generation Orgeln baut und restauriert. Die Werkstattführung begannt im großen Holzlager. Das Holz der Libanonzeder oder das des Pflaumenbaumes sind, wie Eiche und viele andere Hölzer das Material, das in der Werkstatt nach detaillierten Plänen auf langen Sägetischen zugeschnitten wird. In einem anderen Teil der Werkstatt wird am Modell gezeigt, wie kompliziert der Weg des Tones zum Klang ist. Holzpfeifen werden verleimt und gehobelt, in der Gießerei wird Zinn geschmolzen und in lange Platten auf die notwendige Materialstärke gezogen, zu den Pfeifenkörpern rundiert und zusammengelötet. In zweieinhalb anschaulichen Stunden hört man Fachausdrücke wie Manual und Register, Windladen und Schleifladen, Labien und Orgelprospekt und wird überzeugt, dass die Orgel tatsächlich die Königin der Instrumente ist. Am gedeckten Tisch im Mehlemer Weinhäuschen ließ man den Tag ausklingen.
