Diözesantreffen der ehrenamtlichen Helfer des Bistums Trier
Ein Jahr „Dienst am Nächsten“
Plaidt. Sieben ehrenamtliche Helfer aus dem Seniorenheim „Maria vom Siege“ in Plaidt fanden sich in Trier zum jährlichen Diözesantreffen ein. Sie trafen dort auf circa 130 weitere Teilnehmer aus dem gesamten Bistum, die in der Altenhilfe, Krankenhaushilfe und in der Gemeindecaritas tätig sind. Das Treffen wurde von der CKD (Caritas-Konferenzen-Deutschland) veranstaltet. Beim Stehcafe in der Aula des Brüderkrankenhauses kam man schnell mit Gleichgesinnten ins Gespräch und es entwickelte sich ein erster reger Austausch, so auch mit den Teilnehmern aus dem Seniorenheim Münstermaifeld. Das anschließende Vormittagsprogramm war dem Thema „Demenz“ gewidmet. Der Vortrag „Demenz, das eigene Leben vergessen“ von Frau Wihr vom Trierer Demenzzentrum fesselte die Teilnehmer durch viele Informationen sowie Beispiele und Empfehlungen im Umgang mit den Patienten. Von den 80- bis 90-Jährigen sind heute 24 Prozent an Demenz erkrankt und von den über 90-Jährigen bereits 50 Prozent. Das erklärt auch, dass es fast doppelt so viele demente Frauen gibt, da Frauen eine höhere Lebenserwartung haben. Wahnhafte Äußerungen und Vorstellungen der Demenzkranken sind ihre Reaktion auf vermeintliche Veränderungen des gesamten Umfeldes. So erkennen sie ihr Spiegelbild nicht mehr und sehen darin eine fremde Person, die in den eigenen Wohnbereich eingedrungen ist. Oft hilft bei diesen emotionalen Erregungen auch nur eine emotionale Reaktion: Einfach in den Arm nehmen. Im weiteren Verlauf wurden einige Projekte vorgestellt: Im Projekt „Atempause“ tragen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Trier und im Landkreis Trier-Saarburg unter fachlicher Anleitung zu einer stundenweisen Entlastung der pflegenden Angehörigen bei. Ähnliche Projekte gibt es auch in anderen Landkreisen. Im Projekt „DEM ENTgegen“ engagieren sich geschulte Ehrenamtliche bei der Pflege von Demenzkranken. Der kurzzeitige Aufenthalt von Demenzkranken im Hospital ist oft von großen Problemen begleitet. So versucht man in einem saarländischen Projekt, die Orientierung der Patienten durch Bilder auf den Stationen zu verbessern. Den Abschluss kurz vor dem gemeinsamen Mittagessen bildete ein Kurzvortrag zum Thema „Demenz und Seelsorge“. Eine Teilnehmerin berichtete, dass in Mayen turnusmäßig Inklusions-Gottesdienste stattfinden. Der Nachmittag war den „Trierer Heiligen“ gewidmet. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich in verschiedenen Gruppen näher zu befassen mit Peter Friedhofen, dem Gründer der Kongregation der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf, mit Mutter Rosa Flesch, der Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, mit Schwester Blandine Merten, einer Lehrerin und Erzieherin an den Schulen der Ursulinen in Saarbrücken und Trier und, last but not least, Bischof Paulinus, der wegen seines Glaubens verbannt wurde und in der spätbarocken Basilika St. Paulin seine letzte Ruhe fand. Dort fand auch der Abschlussgottesdienst mit dem geistlichen Begleiter Pfarrer Ralf Schmitz statt.
