Gemeinnütziges Unternehmen aus Andernach zieht Bilanz
Ein Jahr Waterlove – ein Jahr des Erwachens und der Erkenntnisse
Region. Einer der vielen Spaziergänge am Rhein veränderte bei Natalie Karij aus Andernach mit einem Mal ihre Einstellung und ihr Leben. Wer genauer hinsieht, wird mit jedem Schritt auf Verpackungen, Zigaretten, Plastik und anderen Müll oder noch viel größere Probleme wie falsch entsorgte Reifen stoßen. Diese Erkenntnis führte die Andernacherin zur Gründung des gemeinnützigen Unternehmens Waterlove. Ziel und Vision des Waterlove-Teams ist es seitdem, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Mit Aufräumaktionen und Projekten, die für eine nachhaltige Zukunft und sauberes Wasser sorgen, brachten sie mehr als 1000 Menschen dazu mit anzupacken und zu helfen. Mit vereinten Kräften wurden so circa drei Container, 16 Mülltonnen, 151 Müllsäcke sowie zahlreiche Reifen eingesammelt und fachgerecht entsorgt. Das Ganze wurde auf einer Strecke von gerade einmal 30 Kilometern gefunden. Am Ende bleibt das Bewusstsein, dass zwar viel erreicht wurde, aber noch so viel mehr getan werden muss. Und genau da setzt Waterlove im neuen Jahr an.
Um gestärkt in die Zukunft zu starten, blickt das Team von Waterlove auf die Bilanz des Jahres zurück. Andernach gab es die meisten Aktionen und vor allem der Nachhaltigkeitsmarkt, organisiert von Manfred Nachtsheim, war ein großer Erfolg. Vor allem die vierte Ausgabe: „Wir haben ein unglaublich gutes Feedback und viel Resonanz zum vierten Nachhaltigkeitsmarkt gemeinsam mit dem First Friday bekommen“, freut sich Natalie Karij. Das Thema ist so aktuell, dass sich mittlerweile ein Stamm an Ausstellern gefunden hat und wer Interesse hat nachhaltige Ideen oder Produkte zu präsentieren, kann mit Manfred Nachtsheim von Waterlove (manfred@waterlove.world) in Kontakt treten. Vor allem zum Thema Markt zeigte sich vor allem Rewe Andernach mit Nico Grunert als wichtiger Kooperationspartner mit Waterlove. Ob nachhaltige Taschen zum Mitnehmen und Tauschen, Aschenbecher to go, oder Spenden für das gemeinnützige Unternehmen – wo er kann unterstützt der Marktleiter die Aktionen von Natalie Karij. Aktuell läuft noch bis Ende Februar (verlängert) die Aktion „Bäume für Andernach“. Jeder Kunde kann ab einem Einkauf von 20 Euro einen Treuepunkt sammeln. Eine volle Karte bedeutet eine Spende für die Baumbepflanzung. Ein Schritt, der für die Zukunft und das Klima der Stadt viel bedeutet – und jeder kann seinen Beitrag dazu leisten. Auch Unternehmer wurden auf das Engagement von Natalie Karij aufmerksam und unterstützten sie auf unterschiedlichste Art und Weise. Beispielsweise war eine Kooperation mit Reifenservice Wagner in Andernach besonders erfolgreich: mehr als 200 Reifen wurde im September dort abgegeben und so vor einer unsachgemäßen Entsorgung in der Natur gerettet.
Doch nicht nur in der Bäckerjungenstadt wirkte Waterlove und setzte ein neues Bewusstsein. Bad Hönningen, Bad Breisig, Koblenz, Bad Ems und das erste Mal mit dabei Leverkusen. Dort das besonders erschreckende Ergebnis: Auf einer Strecke von 2,2 km sammelten die Mitarbeiten von Berendsohn 45 Müllsäcke und 16 Reifen. Jeder Helfer war nach dieser Aufräumaktion bewegt und schockiert – nachhaltige Erkenntnisse, die sich, wie bei jeder anderen Aktion, auf den eigenen Alltag auswirken werden. Denn jeder Einzelne muss anfangen Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und mehr zu machen, damit die Zukunft der eigenen Kinder eine bessere wird. Und die Kinder sind auch der Schlüssel zur langfristigen Problemlösung. Deswegen setzt Waterlove School genau da an. So hat beispielsweise Ramona Pantenburg-Kaspers an der Grundschule Leo Stausberg einen Aktionstag gestartet, der zeigte, wie sehr die Kinder die Erkenntnisse über den Umgang mit der Umwelt wirklich bewegt. Die Bilder der Tiere, die sichtlich unter dem menschengemachten Müll leiden, schockierten. „Einem Jungen kamen sogar die Tränen, während der Präsentation“, erinnert sich Ramona Pantenburg-Kaspers. Die Resultate der Aufklärung an Schulen und Kitas ist für die Gründerin von Waterlove immernoch erstaunlich: „Die Kinder gehen im Anschluss wirklich auch zu den Eltern und klären sie auf.“ Das Umdenken bei dieser Generation bedeutet vor allem große Chancen. Denn sie sind die Unternehmer von morgen. Doch der zentrale Gedanke ist und bleibt: „Wir können gemeinsam hier und jetzt mehr erreichen“, so Natalie Karij, die für das neue Jahr viele Projektideen hat, die mit der Unterstützung von vielen anderen Freiwilligen, Unternehmen und Sponsoren umgesetzt werden können. Im Jahr 2019 hat Waterlove viel erreicht, durch die vielen Hilfen und Spenden und lobt jedem einzelnen. Damit ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan. Doch es kann noch sehr viel mehr geschafft werden und meist bedeutet das nur eine kleine Aktion jedes Einzelnen. In der Summe werden diese zu einer echten großen Welle, die etwas in Bewegung bringt, was alle Menschen betrifft und für jeden eine lebenswertere Zukunft bedeutet. „Jedes einzelne Projekt, das weiter wächst genauso wie das Team selbst, das sind die Wunder, die das Ganze voranbringen – wenn jeder seinen Beitrag leistet“, erkennt die Gründerin rückblickend.
Genau aus diesem Grund macht Waterlove im Jahr 2020 genauso weiter und wird mit noch mehr Unterstützung weitere große Projekte präsentieren, auf die jeder gespannt sein darf. Wer auch Teil dieser großen Veränderung werden will, kann jederzeit das Team von Natalie Karij unterstützen – sei es mit Zeit oder Geld. Jede noch so kleine Geste hilft!
Weitere Informationen auf: www.waterlove.world.
Pressemitteilung
Waterlove gemeinnützige UG
Auch bei Regenwetter ließen es sich in Bad Breisig 26 Helfer nicht nehmen, für ein sauberes Rheinufer mit anzupacken. Auch hier war das Ergebnis trotz der kurzen Strecke erschreckend. Auf zwei Kilometern kamen 12 blaue Säcke zusammen.
