Politik | 17.04.2026, 13:11 Uhr

Windpark für Bad Hönningen: Flächenpachtvertrag unterzeichnet

Der wichtige Schritt der Unterzeichnung ist getan.  Foto: VG Bad Hönningen

VG Bad Hönningen. Auf der Stadtratssitzung vom 18. März 2026 hatte sich eine Mehrheit der Ratsmitglieder für die Errichtung eines Windparks auf der Gemarkung Bad Hönningen ausgesprochen.

Ende März erfolgte nun ein wichtiger nächster Schritt: Werner Lahme, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Hönningen, unterzeichnete gemeinsam mit Liane Freifrau Geyr von Schweppenburg für die Freiherr von Geyr’sche Verwaltung Arenfels sowie Christian Weber, Geschäftsführer der BMR-Süwag-Projektentwicklungsgesellschaft mbH, den Flächenpachtvertrag.

Mit der Vertragsunterzeichnung erhält die Projektentwicklungsgesellschaft Zugriff auf die erforderlichen Grundstücke. Gleichzeitig regelt der Vertrag die Einnahmen, die sowohl der Stadt Bad Hönningen als auch der Freiherr von Geyr’sche Verwaltung Arenfels durch die Verpachtung zukünftig zufließen werden.

„Ich freue mich, dass wir heute diesen wichtigen Schritt gemacht haben! Erneuerbare Energien sind die Zukunft, und wir als Stadt wollen sie aktiv gestalten“, betonte Werner Lahme im Rahmen des Termins.

Liane von Geyr berichtete: Windenergie, Photovoltaik und Biogas sind seit langem feste Bestandteile unseres landwirtschaftlichen Familienbetriebes in Vettweiß bei Düren. 2002 ging eines der ersten Windräder der Region im von Geyr´schen Betrieb ans Netz. Mit nur 65 Meter Nabenhöhe und einer Leistung von 1,5 MW ein eher kleines Modell seiner Art. Dennoch produzierte es in 23 Jahren rund 48.000.000 kWh – eine Energiemenge, mit der fast alle Haushalte in der Verbandsgemeinde Bad Hönningen ein Jahr lang versorgt werden könnten. „Wir sind überzeugt“, so Liane von Geyr, „dass die Investition in Forschung und Ausbau regenerativer Energien der richtige Weg ist. Bei gleichzeitiger Erweiterung der Netze und Speicherkapazitäten erreichen wir Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit von politisch bedingten Engpässen – in der aktuellen Weltlage wichtiger denn je.“

Bis zu acht Windenergieanlagen geplant

In den Bereichen des Stadtwaldes sowie am Homborn könnten perspektivisch bis zu acht Windenergieanlagen entstehen. Neben der Stadt Bad Hönningen haben dadurch auch weitere umliegende Kommunen die Möglichkeit, über das EEG an den Erträgen beteiligt zu werden.

Christian Weber dämpfte jedoch voreilige Erwartungen: „Bis es so weit ist, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Der Flächenpachtvertrag schafft mehr Planungssicherheit – aber die eigentliche Arbeit beginnt jetzt.“ Erste naturschutzfachliche Untersuchungen wurden bereits durchgeführt und zeigen vielversprechende Ergebnisse.

Der nächste Schritt ist die Schaffung der bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen, da das vorgesehene Planungsgebiet aktuell nicht als Windvorranggebiet ausgewiesen ist. Die Bürgerinnen und Bürger sollen über den Fortschritt des Projekts kontinuierlich informiert werden.PM VG Bad Hönningen

Der wichtige Schritt der Unterzeichnung ist getan. Foto: VG Bad Hönningen

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