Allgemeine Berichte | 17.05.2019

Geschwister-Scholl-Tag an der Geschwister-Scholl-Realschule plus in Andernach

Ein großer Name, der Verantwortung mit sich bringt

Klassen befassten sich mit den Namensgebern der Schule - Veranstaltung soll nun jährlich stattfinden

Die Schüler der siebten Klassen bastelten weiße Rosen, die sie in der Fußgängerzone verschenkten, um mit Passanten ins Gespräch zu kommen. Fotos: privat

Andernach. Wer waren die Geschwister Scholl, welche Überzeugungen verkörperten sie und warum ist die Schule nach ihnen benannt? Mit diesen Fragen beschäftigte der erstmals begangene Geschwister-Scholl-Tag an der Geschwister-Scholl-Realschule plus in Andernach.

Einen Tag, bevor sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa zum vierundsiebzigsten Mal jährte, ging es dabei statt um Unterricht nach Stundenplan den ganzen Schultag lang um Hans und Sophie Scholl.

Schwerpunkte nach Alter der Schüler gesetzt

Jede Jahrgangsstufe näherte sich dem Thema mit einem anderen Schwerpunkt. Die Fünft- und Sechstklässler sollten in erster Linie grundsätzlich etwas über die Geschwister Scholl erfahren. Eingebunden in diese Informationen waren Spiele aus der Zeit der Zwanziger- und Dreißigerjahre, die das ernste Thema auflockerten und den Kindern gut gefallen haben. Die Siebtklässler setzten das Motto „Mut haben“ um. In der Fußgängerzone in Andernach überreichten sie Passanten eine selbst gebastelte weiße Rose, das Symbol der Widerstandsgruppe um die Geschwister Scholl, und kamen so ins Gespräch. Besucht wurden auch Oberbürgermeister Achim Hütten und Bürgermeister Claus Peitz, das Jugendamt sowie die Grundschulen Hasenfänger und St. Peter, wo die Schüler ihr Geschenk und ihre Fragen anbringen konnten. Die Achtklässler sammelten zunächst Informationen darüber, wie Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus organisiert war, um anschließend ins JUZ Andernach zu gehen, das an diesem Tag mit der Geschwister-Scholl-Realschule plus zusammenarbeitete, um die Jugendlichen im Gegensatz dazu Jugendarbeit in der heutigen Zeit erleben zu lassen.

Mit dem Thema „Menschenrechte“ beschäftigten sich die Neuntklässler und stellten dabei fest, dass es immer noch und sogar mehr denn je wichtig ist, für die Umsetzung dieser Rechte einzustehen. Um den Film „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ drehte sich der Tag für die Abschlussklassen, die sich dadurch den Mitgliedern der „Weißen Rose“ und speziell Sophie Scholl auch auf menschlicher Ebene nähern konnten.

Am Ende des Geschwister-Scholl-Tags waren sich alle einig: Dieser Tag hat sich gelohnt. Er wird nun fest in den Jahreskalender der Geschwister-Scholl-Realschule plus Andernach übernommen, sodass jeder Schüler, der diese Schule besucht bzw. verlässt, sich der Ehre und der Verantwortung, die dieser große Name mit sich bringt, bewusst ist.

Die jüngsten Schüler beschäftigten sich unter anderem mit Spielen, wie sie in der Kindheit der Geschwister Scholl gespielt wurden.

Die jüngsten Schüler beschäftigten sich unter anderem mit Spielen, wie sie in der Kindheit der Geschwister Scholl gespielt wurden.

Die Schüler der siebten Klassen bastelten weiße Rosen, die sie in der Fußgängerzone verschenkten, um mit Passanten ins Gespräch zu kommen. Fotos: privat

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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