Allgemeine Berichte | 11.04.2014

Mitarbeitervertretung des Landeskrankenhauses tagte in Andernach

Ein gute Miteinander entscheidet über den Erfolg

Geschäftsführung und Personalräte müssen weiterhin eng miteinander arbeiten, um auf dem Markt zu bestehen, forderte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Andernach. Um die künftige Rolle des Landeskrankenhauses (AöR) und seiner mehr als 3.100 Beschäftigten ging es bei der Konferenz des Gesamtpersonalrats in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, wo allein rund 1.500 Mitarbeiter des öffentlichen Unternehmens ihr tägliches Brot verdienen. Prominenten Beistand erhielten die 65 Personalräte aus allen Häusern des Landeskrankenhauses von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Sie hörte sich die Belange an und betonte, stolz zu sein auf die Mitarbeiter des Landeskrankenhauses. Sie forderte Geschäftsführung und Personalräte aber auch auf, weiterhin eng miteinander zu arbeiten. „Der Wettbewerb im Gesundheitswesen ist hart.“

Seine starke Position kann das Landeskrankenhaus an seinen 16 Standorten in Rheinland-Pfalz nur dann behaupten, wenn "Jeder sich einbringt - das ,Miteinander‘ entscheidet“, war sich der Vorsitzende der Personalräte, Andreas Wörner, sicher. Er kündigte jedoch an, dass die Mitarbeitervertreter den eingeschlagenen Weg des Landeskrankenhauses auch weiterhin kritisch hinterfragen wollen. Wörner stellte sich gegen den "Optimierungswahn" in Krankenhäusern und zitierte den Manager und Buchautor Patrick Cowden: "Warum schauen Vorstände gebannt auf Excel-Tabellen, anstatt in die Augen ihrer Mitarbeiter?" Er mahnte an, Mitarbeiterumfragen ernst zu nehmen und Mitarbeitergespräche angstfrei zu gestalten und kritisierte, dass die hohe Arbeitsbelastung von Beschäftigten in keiner Bilanz auftauche. Der Vorsitzende machte aber auch deutlich, dass die Mitarbeiter ihren Teil zum Erfolg beitragen müssen. "Ein Unternehmen ist nur zukunftsfähig, wenn jeder Mitarbeiter sich selbst hinterfragt und seinen Einflussbereich positiv gestaltet. Nur, wer das Gefühl hat, dass seine Lebenszeit an seinem Arbeitsplatz gut investiert ist, kann das Unternehmen voranbringen.“ Unter dem Strich war Wörner überzeugt, dass "nur die Qualität des Miteinanders über den Erfolg des Unternehmens entscheidet". Und der kann sich sehen lassen: Aktuell steht ein Umsatzvolumen von 180 Millionen Euro zu Buche, in den vergangenen fünf Jahren wurden rund 50 Millionen Euro investiert, rund die Hälfte davon aus der eigenen Tasche, der Rest aus öffentlichen Fördermitteln. Eine Million Euro wird jährlich in die Fort- und Weiterbildung gesteckt - wohlgemerkt an der hauseigenen Akademie. Diese Zahlen legte Dr. Gerald Gaß, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses, den Personalräten dar. Das Landeskrankenhaus steht exemplarisch für die besonderen Aufgabenstellungen eines öffentlichen Unternehmens. Nicht allein Kennzahlen, sondern die Versorgung der Bevölkerung im ländlich geprägten Rheinland-Pfalz ist von Bedeutung. Gaß verdeutlichte, dass manche Investition nur vor diesem Hintergrund getätigt worden ist.

Geschäftsführung und Personalräte müssen weiterhin eng miteinander arbeiten, um auf dem Markt zu bestehen, forderte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Geschäftsführung und Personalräte müssen weiterhin eng miteinander arbeiten, um auf dem Markt zu bestehen, forderte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

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