Racer Kowalski/Reimann belegten auf dem Lausitzring erneut den ersten Platz
Ein schönes Geburtstags- geschenk für „Mr. Sidecar“
Plaidt. Für Renn-Enthusiasten wie „Mr. Sidecar“ Horst Maria Kowalski und Marcel Reimann schreien die abwechslungsreichen und herausfordernden permanenten Rennstrecken, klassischen Straßenrennstrecken und Flugplatzkurse in jedem Jahr aufs Neue nach einer Tournee. Ob im Autodromo des italienischen Franciacorta, am Zschorlauer Dreieck (Erzgebirge), auf dem Schottenring (Vogelsgebirge), dem Odenwaldring von Walldürn, dem Sachsenring, dem Schleizer Dreieck oder dem Eurospeedway Lausitzring - für prickelnde Adrenalinschübe und Erfolgserlebnisse auf den populären Strecken nahm das Plaidter Sidecar-Racing-Team auch in dieser Rennsaison über 6000 Kilometer für die Hin- und Rückfahrt in Kauf. Und die Bilanz der Reisen kann sich sehen lassen: Ihre Motorsport-Erfahrung, ein ausgeprägter Siegeswille und natürlich die 200 PS starke LCR-Suzuki 1000 brachte den beiden Geschwindigkeitsfanatikern in diesjährigen Wertungsläufen siebenfach den ersten, zweimal den zweiten und einmal den dritten Platz. In der laufenden Rennsaison wird das Sidecar-Team noch einmal an den Start gehen - im Oktober kämpfen Kowalski und Reimann auf dem Circuit im belgischen Zolder wieder um die Favoritenposition. Der „Eurospeedway“ Lausitzring, nördlich von Dresden gelegen, war für Sidecar-Fahrer Horst Kowalski und Beifahrer Marcel Reimann eine weitere erfolgreiche Station. Auf Deutschlands östlichster Rennstrecke starteten sie beim ADMV Classic Cup, bei dem neben klassischen Solo-Rennmaschinen auch Sidecars (Seitenwagen) zum Vergleichskampf aufgerufen waren. Senior Kowalski hatte vor der Anreise den Antritt des Plaidter Racing-Teams vom Eingang einer Bestätigung über den Verzicht auf die Erhebung einer Startgebühr abhängig gemacht. Als das entsprechende Fax am frühen Freitagmorgen eintraf, machte er sich mit Sohn Sandro und dem rot-blauen Renn-Gespann auf den Weg.n Zum Zeittraining konnte Horst Kowalski zunächst nur mit einem Ersatzpartner antreten, da Marcel Reimann, der auf Grund eines akuten Rückenleidens im Chemnitzer Krankenhaus behandelt wurde, noch nicht vor Ort war. Die Ärzte rieten dem Thüringer zwar von weiteren Rennsportaktivitäten ab, doch den Sidecar-Sozius drängte das sprichwörtliche „Benzin im Blut“ zu den Wertungsläufen auf den Lausitzring. Sandro Kowalski, seit diesem Jahr Teamchef, trug im Vorfeld für den exzellenten Zustand des Sidecars mit der in der Szene bekannten Nummer 55 Sorge.
Zunächst Probleme, dann die Siege
So konnte das erfahrene Racing-Team am Samstag auf der rund 4,2 Kilometer langen Strecke bei optimalen Wetterbedingungen in einem Starterfeld von 20 Gespannen zu den beiden entscheidenden Wertungsläufen starten. Doch, wie bereits im Juli in Schleiz, hatte das Team beim Start das Problem, dass die leistungsstarke Maschine die Räder durchdrehen ließ und somit einigen Konkurrenten Gelegenheit gab, vorzulegen. „Nach drei Runden waren die Reifen warm und ich konnte wieder an denen vorbeiziehen“, erzählt Horst Kowalski (73) triumphierend und freute sich über die am Ende guten Zeiten und Siege auf einem Ring, der mit seinen zahlreichen Spitzkehren und Schikanen Fahrern und Beifahrern äußerste Konzentration und Reaktion abverlangt. Gegen seine Mitbewerber und Mitbewerberinnen (auch drei Beifahrerinnen fuhren mit) konnte das Team Kowalski/Reimann im ersten Wertungslauf (Gesamtzeit 12.20.197) mit einer Runden-Bestzeit von 1:43.710 den ersten Platz erringen. Ebenso beim zweiten Wertungslauf am Sonntag (Gesamtzeit 14.03.054) in dem sie die Bestzeit noch auf 1:42:629 verbessern konnten. Zweimal Erster – fast schon ein Serien-Erfolg für das Team und sicherlich ein schönes Geburtstagsgeschenk für Mr. Sidecar Horst Maria Kowalski.
