Liedermacher Pascal Gentner war zu Gast im tik Andernach
Ein unvergesslicher Abend
Andernach. Im Theater im Keller Andernach (tik) begeisterte der Bremer Liedermacher Pascal Gentner sein Publikum. Waren am Vortag in Bonn nur wenige Zuhörer erschienen, freute er sich umso mehr, dass so viele Andernacher der Einladung folgten: Die Zuschauerreihen waren bis in die letzte Ecke gefüllt. Seine einfühlsamen, oft sehr persönlichen Texte berührten die Zuschauer so sehr, dass zeitweise aufmerksame Stille den Raum erfüllte. Als Vater von drei kleinen Töchtern wusste Gentner gekonnt vom Familienalltag zu singen. So brachte er viele zum Schmunzeln, als sein Lied „Schmolltime“ erklang. Es handelt vom urplötzlichen Schmollen einer seiner Töchter, welches erst durch das passende Beruhigungsmittel, ein Nutellabrot, zu beenden ist. Aber auch Nachdenkliches trug der Liedermacher vor. Weltpremiere hatte etwa sein Lied „Kassandra“. Darin kritisiert er, dass die Menschen trotz deutlicher Signale noch zu wenig auf den drohenden Klimawandel reagieren. Auch beschäftigt ihn derzeit die Not und die Kälte, die viele Flüchtlinge in Syrien erleiden. Spontan versprach er daher, die Einnahmen des Abends zu einem Drittel einer Organisation zu spenden, die Direkthilfe vor Ort leistet.
Seine unkomplizierte und humorvolle Art, gepaart mit musikalischer Finesse begeisterten alle Anwesenden. Mehrere Zugaben und Standing Ovations spiegelten deren Begeisterung. Für Gentner hat sich der Weg nach Andernach gelohnt, er spielte für ein aufmerksames und dankbares Publikum und das sicher nicht zum letzten Mal in dieser Location.
„Da waren’s nur noch neun“
In Kürze wird die tik Bühne wieder fürs Theaterspielen genutzt: Die Proben der tik Jugendgruppe für das Stück „Da waren’s nur noch neun“ von Erwin Walter, laufen auf Hochtouren. Die Aufführungstermine werden noch bekannt gegeben.
