Allgemeine Berichte | 05.10.2013, 10:00 Uhr

Info-Veranstaltung im Stiftshospital Andernach

Eine Kooperation trägt Früchte

Physiotherapie kann MS Symptome lindern

Interessiert folgen die Besucher den Ausführungen der Therapeuten. privat

Andernach. Die Selbsthilfegruppe (SHG) Multiple Sklerose Andernach ist ständig bestrebt ihren Mitgliedern Hilfen aufzuzeigen bzw. an die Hand zugeben, ihren Alltag möglichst frei von Beschwerden zu leben. Trotz erheblicher medizinischer Fortschritte ist die Multiple Sklerose immer noch nicht heilbar. Um so wichtiger ist es, die Symptomatik auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Dabei spielen physiotherapeutischen Behandlungen wie Krankengymnastik (KG), Lymphdrainage, Wassergymnastik eine wichtige Rolle.

In enger Kooperation zwischen dem therapeutischen Leiter des Zentrums für Prävention und Therapie im „Andernacher Krankenhaus“, Viktor Hartfelder und der SHG wurde ein interessantes Konzept zur Präsentation verschiedener physikalischer Therapieansätze bezüglich der Behandlung von MS-Symptomatiken entwickelt.

Nach einem kurzen Abriss zur Grunderkrankung MS, stellte Herr Hartfelder in einem Überblick die unterschiedlichen physikalischen Behandlungen wie KG nach Bobath, KG nach ZNF, konduktive Therapie, Spiegeltherapie, Wassergymnastik, manuelle Lymphdrainage sowie Wärme- und Kältebehandlung vor. Im Anschluss an die überaus interessanten Ausführungen wurden in Workshops die Behandlungsmethoden praktisch vorgeführt. Therapeuten des Zentrums behandelten Patienten mit den jeweiligen Techniken. Dabei erläuterten sie ihre Vorgehensweise und die Wirkung auf die Symptome. So entstand Station für Station ein vollständigerer Überblick. Sicher, viele der Teilnehmer lassen sich bereits physiotherapeutisch behandeln. Trotzdem waren die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Behandlungskonzepten und vor allem zu den eher unbekannten Therapieansätzen der konduktiven Therapie und der Spiegeltherapie sehr informativ und hilfreich. Setzen sie doch in die Lage, die eigenen Behandlungen einer kritischen Betrachtung zu unterziehen und eventuell zu korrigieren bzw. zu ergänzen.

So ganz nebenbei lernten die Besucher die Einrichtungen des Zentrums kennen und erfuhren, dass diese allen Patienten, nicht nur den stationären, offen stehen. Im Namen der Selbsthilfegruppe bedankte sich deren stellvertretender Sprecher bei Herrn Hartfelder für den aufschlussreichen Tag und gab seiner Hoffnung Ausdruck, die einmal geknüpfte Verbindung möge weiterhin so fruchtbar für beide Seiten bleiben.

Die Gruppe trifft sich an jedem ersten Freitag im Monat ab 19 Uhr in der Taverne Olympos, Koblenzer Straße 25, 56626 Andernach.

Betroffene, deren Partner und Freunde, sowie alle Interessierte sind willkommen. Weitere Infos unter Tel. (0 26 32) 8 21 66, www.ms-selbsthilfe-andernach.eu

Interessiert folgen die Besucher den Ausführungen der Therapeuten. Foto: privat

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