Slow Food Deutschland e.V. tagte in Andernach
Eine Tagung für von Genießern und mündigen Konsumenten
Andernach. Am Wochenende, 11. bis 13. September, reisten fast 100 Convivienleiter (Leiter der lokalen Gruppen von Slow Food) zu ihrer Herbsttagung nach Andernach. Oberbürgermeister Achim Hütten begrüßte die Teilnehmer, an der Spitze die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Dr. Ursula Hudson, am Samstagvormittag zu Beginn der zwei-tägigen, intensiven Tagung im historischen Rathaus. Voraus gegangen war ein umfangreiches Rahmenprogramm am Freitag. Nach einer Führung durch die „Essbare Stadt“ ging es mit dem Bus zur Perma-Kultur nach Eich. Dort führten die Herren Dr. Lutz Kosack und Bernd Schumacher die Gäste durch das weitläufige Gelände. Auch der Slow Food Garten, der 2014 in der „Lebenswelt Eich“ angelegt wurde, war einer der Höhepunkte des Besuches. Martin Fuchs, der Leiter des Conviviums Rhein-Mosel und sein Stellvertreter, Winfried Heuft, erklärten den Gästen das Entstehen und die Funktion des Slow Food Gartens. Alle waren sehr beeindruckt, zum einen von der „Essbaren Stadt“, zum anderen von der Perma-Kultur in Eich. Einige Convivienleiter wollen ähnliche Projekte in ihren Heimatregionen anregen.
Am Samstagabend traf man sich auf der MS Namedy zum Abendessen bei Wein und regionalen Speisen. Slow Food Genussführer-Köche hatten unter der Leitung von Chefkoch Detlev Ueter, Gastronomisches Bildungszentrum Koblenz, ein kulinarisch hochwertiges Menü vorbereitet.
Die Zutaten kamen alle aus der Region. Die Gäste waren von der Fahrt auf dem Rhein und dem vorzüglichen Essen begeistert. Die Convivienleiter, die aus allen Regionen Deutschlands angereist waren, fühlten sich in Andernach wohl und versprachen, wiederzukommen. Das ist wohl das schönste Kompliment für eine erfolgreiche Tagung in einer schönen, aktiven Stadt.
Was ist Slow Food
Slow Food ist eine weltweite Vereinigung von bewussten Genießern und mündigen Konsumenten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten.
Es fördert eine verantwortliche Landwirtschaft und Fischerei, eine artgerechte Viehzucht, das traditionelle Lebensmittelhandwerk und die Bewahrung der regionalen Geschmacksvielfalt. Bringt Produzenten, Händler und Verbraucher miteinander in Kontakt, vermittelt Wissen über die Qualität von Nahrungsmitteln und macht so den Ernährungsmarkt transparent.
