Allgemeine Berichte | 26.06.2020, 15:21 Uhr

Stadt Neuwied und Stadtwerke Andernach schließen Vereinbarung

Einigung in Sachen Geräuschemissionen

Lars Hörnig (kaufm. Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach), Oberbürgermeister Achim Hütten, Jan Deuster (techn. Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach), Oberbürgermeister der Stadt Neuwied Jan Einig, Nina Porz sowie Ralf Pastoors der Stadtverwaltung Neuwied bei der gemeinsamen Vereinbarungsunterzeichnung 8v. li.).Foto: Meta Welling

Andernach. Der Rheinhafen der Stadtwerke Andernach setzt die lange Tradition des trimodalen Güterverkehrs mit der Verknüpfung von Wasserstraße, Schiene und Straße seit vielen Jahren erfolgreich fort. Während diese Tatsache bei den Verantwortlichen der Stadtwerke und vielen Andernacher Bürgern mit Freude wahrgenommen wird, begleiten lärmgeplagte Anwohner der benachbarten Stadt Neuwied aus den Ortsteilen Feldkirchen und Irlich die Aktivitäten an dem Logistik-Standort eher skeptisch. Zwar wird von allen Beteiligten der umweltschonende Gütertransport per Binnenschiff auf der Wasserstraße und per Zug auf der Schiene grundsätzlich unterstützt, gleichwohl fühlen sich etliche Anwohner seit geraumer Zeit von den Geräuschen, die mit der Güterverladung im Andernacher Hafen verbunden sind, belästigt.

Ausgelöst durch die Genehmigung zur Errichtung einer zweiten Containerbrücke im Rheinhafen Andernach, wurden, parallel zur Klage der Stadt Neuwied gegen eben diese Genehmigung der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD), in den vergangenen Wochen intensive Verhandlungen zwischen Vertretern der Stadt Neuwied und den Verantwortlichen der Stadtwerke geführt. Dabei zeigte sich deutlich, dass von beiden Seiten eine intensive Kooperationsbereitschaft vorhanden ist. So konnte nach dem Austausch der gegenseitigen Erwartungen und Möglichkeiten zur Vermeidung von Geräuschen eine gemeinsame Vereinbarung formuliert werden.

Als Ergebnis der Verhandlungen mit der Stadt Neuwied im Sinne ihrer betroffenen Bürger verpflichten sich die Stadtwerke Andernach in dieser Vereinbarung über die behördliche Genehmigung hinaus, freiwillig in der Regel auf geräuschintensive Schüttgutverladung in den Nachtstunden zu verzichten. Darüber hinaus installiert der Hafenbetreiber weitere technische Einrichtungen zur Lärmreduzierung an Siloanlagen und Verladefahrzeugen. Schließlich etablieren die Stadtwerke zudem organisatorische Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, unterschiedliche Geräuschemissionen zu verhindern, zu bestimmten Zeiten zu vermeiden und Geräuschspitzen zu mildern.

Die erzielten Effekte sollen durch regelmäßige Messungen auf Kosten der Stadtwerke dokumentiert und in regelmäßig vereinbarten gemeinsamen Gesprächen mit Vertretern der Stadt Neuwied besprochen werden. Im Gegenzug zieht die Stadt Neuwied die Klage gegen die Genehmigung der Containerbrücke zurück und informiert den Andernacher Hafenbetreiber zukünftig schon frühzeitig über Planungen und Entwicklungen, die für den Hafenbetrieb im Hinblick auf die Thematik Geräuschemissionen relevant sein könnten.

Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig und sein Andernacher Kollege Achim Hütten, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Andernach ist, betonen einvernehmlich: „Durch den Abschluss dieser Vereinbarung gelingt es uns, die unterschiedlichen Interessensschwerpunkte angemessen zu berücksichtigen. Für die von den Geräuschemissionen unmittelbar betroffenen Anwohner erhoffen wir eine spürbare Entlastung. Gleichzeitig wird der regional bedeutsame Logistik-Standort in Andernach seiner Aufgabe auch in Zukunft gerecht werden können.“

Pressemitteilung der

Stadt Andernach

Lars Hörnig (kaufm. Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach), Oberbürgermeister Achim Hütten, Jan Deuster (techn. Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach), Oberbürgermeister der Stadt Neuwied Jan Einig, Nina Porz sowie Ralf Pastoors der Stadtverwaltung Neuwied bei der gemeinsamen Vereinbarungsunterzeichnung 8v. li.).Foto: Meta Welling Foto: Meta Welling

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Dauerauftrag Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Titel 24H Notdienst
Sonderseite Flowcraft
Empfohlene Artikel
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 22
8

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Aufzüge der Stadtverwaltung Andernach, Ansicht im Erdgeschoss
11

Andernach. Aufgrund von Sanierungs- und Reparaturarbeiten an den Aufzügen im Rathaus sind einzelne Dienststellen im zweiten und dritten Obergeschoss der Stadtverwaltung Andernach voraussichtlich in den kommenden zwei Monaten nicht barrierefrei erreichbar. Die Stadt bittet Besucherinnen und Besucher um Verständnis und hat für die Dauer der Arbeiten verschiedene Übergangslösungen und Unterstützungsangebote eingerichtet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
529

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen

Öffentliche Bekanntmachung
487

Allgemeine Berichte

Öffentliche Bekanntmachung

Einladung zur nicht öffentlichen Versammlung der Jagdgenossenschaft Sinzig-Franken am Mittwoch, den 23.09.2026, um 19.00 Uhr, in der alten Schule, Maisgasse, 53489 Sinzig-Franken

Weiterlesen

Symbolbild.
230

Ulmen. Am Freitag, den 4. September 2026, ereignete sich gegen 00:10 Uhr im Einmündungsbereich der B259 und K2 in der Ortslage Ulmen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen. Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein Autofahrer die B259 von Ulmen in Richtung Auderath. Ein anderer Fahrer befand sich auf der K2 und wollte nach links auf die B259 abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es dann aufgrund einer Vorfahrtsmissachtung zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Weiterlesen