Stimmungsvoller Seniorennachmittag der Caritas Plaidt
Erheiterndes närrisches Treiben
Plaidt. Der schön geschmückte Plaidter Pfarrsaal war beim Seniorennachmittag der Caritas bis auf den letzten Platz gefüllt, hatte sich doch in diesem Jahr das neue Prinzenpaar Prinz Markus II. und seine Lieblichkeit Prinzessin Nicole I. mit dem Hofstatt angesagt. Mit herzlichem Applaus und dem immer wieder aufschallenden „Pläädt Alaaf“ wurden sie zur Bühne geleitet. Prinz Markus II. hatte sich gut vorbereitet, wusste er doch das lateinische Wort „caritas“ in Nächstenliebe umzusetzen. Ihm war es außerdem vergönnt, die erste Nachkriegsprinzessin von 1950, Maria Vogt, auch bekannt als „Vianden-Marie“, und zwei Mitbegründerinnen der Caritas von 1966, Maria Michels und Elisabeth Schneider, zu begrüßen. Nach dem gemeinsamen geschmetterten Prinzenlied erlaubte Roswitha Horch der Prinzen-Crew, am Kaffeetisch Platz zu nehmen.
Zuvor stand ein großer Frauenkenner (Hildegart Miltz) auf der Bühne, bis er feststellte, dass die Männer auch ihren Wert habe - sehr amüsant Der bekannte Musikus Willi Elz hatte keine Probleme, die schön verkleideten und gut eingestimmten Karnevalisten wieder einmal zum Schunkeln zu bringen. Überhaupt führte er sehr musikalisch durch das gesamte Programm. Mit dem „Däts de mol“ wusste Gertrud Mosig das Publikum zu begeistern, elfmal wurde der arme Ehemann drangsaliert, bis er letztlich erschöpft ins Bett fiel.
Alexander Kurp, seines Zeichens Pastor, steht nicht nur in der Kirche seinen Mann, sondern auch auf den Karnevalsbühnen der Narrenschaft, weiß er doch, wie man die Menschen zum Lachen bringt, wie er zum Beispiel dem Prinzentöchterchen erklärte: Das war nicht der „Weiberschorsch“, sondern der Weihbischof, der euch firmte. Viele solcher Anekdoten gingen ihm fließend über die Lippen. Seinen gekonnten Vortrag beendete er mit: „Gott hat den Menschen so gemacht, als sein Geschöpf, das gerne lacht, und wer Gottes Botschaft heut verkündet, und des Menschen Herz entzündet, sodass es sich freut und lachen kann, der hat ein großes Werk getan. Drum nehmt das Leben mit Humor, das sagt euch euer Pastor“.
„Meine Mann der will nimmi on kann nimmi“ - was gab das für Verwirrungen, bis sich herausstellte, dass es nach 50 Jahren nur ums Spülen ging. Roswitha Horch, Uschi Emmerich und Christel Wilkes verkörperten das Trio der Eheberatung. Rosi Mürtz, Anneliese Krechel, Gabi Buhl, Martina Skerlak, Renate Astor und Ute Rochlus, Damen der Frauengemeinschaft, rauschten durch den Saal zur Bühne und tanzten dynamisch und kraftvoll den Radetzkymarsch. Die Farben der Kostüme sollten an eine ungarische Freundschaft erinnern. Das war ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung.
Zwei weitere Büttenreden kamen auf die Bühne: „Die Wärmflasche“ mit Renate Bartz, die feststellen musste, dass eine Wärmflasche mit Ohren immer noch die Beste ist, und „Ulla die Sammlerin“ mit Uschi Emmerich merkte recht spät, nachdem sie allerhand „Gelump“ gesammelt hatte, dass das Sammeln von „Freude“ immer noch die bessere Variante darstellt.
Zum Ende hin war das Tanzmariechen Yvonne Debüser gefragt, das mit seinem Gardetanz reizend und locker das närrische Publikum erfreute. Margret Persy, die den Nachmittag eröffnete sowie auch die Schlussworte sprach, erfreute wieder einmal mit ihrem Vortrag: „Dat Julsche“.
Roswitha Horch verabschiedete dann das Prinzenpaar mit Gefolge, das ein phantastisches Bild hinterließ, welches sicher noch lange im Gedächtnis verankert sein wird.
