Allgemeine Berichte | 12.04.2026, 16:04 Uhr

Kirschblütenwanderung: Obst- und Gartenbau-Verein zufrieden

Erlebnisreiche Kirschblütenwanderung in Mülheim-Kärlich mit Rekordbeteiligung

V.l.n.r.: Stadtbürgermeister Gerd Harner, Kirschblütenkönigin Kira I., Heimat-Chronist Horst Hohn und der 1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbau-Vereins Mülheim Thomas Schneider freuten sich über eine rundum gelungene Veranstaltung.

Mülheim-Kärlich. Bei strahlendem Frühlingswetter lockte die Kirschblütenwanderung zahlreiche Naturfreunde nach Mülheim-Kärlich.

Vor genau 10 Jahren, im Jahr 2016, wurde die beliebte Wanderung zum ersten Mal durch den Obst- und Gartenbau-Verein Mülheim durchgeführt.

Mit rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnte der 1912 gegründete Traditionsverein in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung verzeichnen. Zu den Ehrengästen zählten die Kirschblütenkönigin Kira I. sowie Stadtbürgermeister Gerd Harner.

Die Begrüßung der Teilnehmer erfolgte durch Horst Hohn, der die Gruppe zunächst durch das idyllische Bachtal bis zur Lukasmühle führte. Unterwegs vermittelte er den Teilnehmenden spannende Einblicke in die Geschichte. So erinnerte er an das ehemalige Freibad im Bereich des Hoorweihers, das von 1964 bis 1984 bestand. An dessen Stelle befindet sich heute der beliebte Nassspielplatz.

Auch der historische Obstanbau war Thema. Früher prägten Hochstammbäume die Landschaft, unter denen zusätzlich Getreide, Rüben oder Kartoffeln angebaut wurden. Eindrucksvoll schilderte Hohn die damaligen Arbeitsbedingungen: „Die bis zu 11 Meter hohen Leitern mit bis zu 40 Sprossen waren eine Art Statussymbol: Wer die höchsten Leitern hatte, hatte auch die größten und besten Bäume.“

Heute hingegen dominiert der plantagenmäßige Obstanbau mit deutlich niedrigeren Bäumen, die eine effizientere Pflege und Ernte ermöglichen. Über moderne Anbaumethoden und aktuelle Entwicklungen informierte Gärtnermeister Thomas Schneider, seines Zeichens 1. Vorsitzender des Obst- und Gartenbau-Vereins Mülheim.

Die Teilnehmenden hatten zudem das Glück, die Obstplantagen in voller Blüte zu erleben – ein eindrucksvolles Naturschauspiel. Dabei erfuhren sie auch, dass bereits etwa 20 Prozent erfolgreich entwickelte Blüten für eine sogenannte Vollernte ausreichen.

Thomas Schneider erläuterte die Vor- und Nachteile verschiedener Obstsorten und stellte klar, dass Größe nicht gleich Geschmack bedeutet. Mit einem Augenzwinkern verwies er auf das Mülheim-Kärlicher Heimatlied: „Auch wenn es heißt ‚Mir hann de deckste Kirsche‘, sind nicht unbedingt die größten Kirschen die besten. Mir persönlich schmecken die Sorten Regina und Kordia am besten – und das sind mittelgroße Sorten.“

Neben fachlichen Einblicken sprach Schneider auch über die aktuellen Herausforderungen im Obstanbau. So seien die Düngerkosten in den vergangenen zehn Jahren um ein vielfaches gestiegen. Gleichzeitig wirken sich steigende Lohnkosten aus, da die Ernte nach wie vor überwiegend in Handarbeit erfolgt.

Vor diesem Hintergrund betonte der Obst- und Gartenbau-Verein die Bedeutung der Unterstützung regionaler Erzeuger. Kurze Transportwege, frische Produkte und eine hohe Qualität sprächen klar für heimisches Obst im Vergleich zu Importware.

Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung machte Schneider noch auf den diesjährigen Blumenschmuckwettbewerb aufmerksam. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen. Anmeldeformulare sind bei den Vorstandsmitgliedern des Vereins sowie im Rathaus erhältlich.

Pressemitteilung des Obst- und Gartenbau-Vereins Mülheim

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuten sich über das tolle Frühlingswetter.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuten sich über das tolle Frühlingswetter. Foto: K. Hohn

Die Wanderung führte die Wanderfreunde durch das Mülheimer Bachtal.

Die Wanderung führte die Wanderfreunde durch das Mülheimer Bachtal. Foto: K. Hohn

Anja Maier (rechts) ist mit Recht Stolz auf ihre Tochter, die als Kirschblütenkönigin Kira I. eine hervorragende Repräsentantin des heimischen Obstanbaus ist. Im Mai wird ihre Nachfolgern bekanntgegeben.

Anja Maier (rechts) ist mit Recht Stolz auf ihre Tochter, die als Kirschblütenkönigin Kira I. eine hervorragende Repräsentantin des heimischen Obstanbaus ist. Im Mai wird ihre Nachfolgern bekanntgegeben. Foto: K. Hohn

Fotostrecke

Erlebnisreiche Kirschblütenwanderung in Mülheim-Kärlich mit Rekordbeteiligung
Ein kleiner Aufstieg führte die Wanderfreunde zum Rübenacher Berg, wo man mit einem sehenswerten Panoramablick auf das Rheintal entschädigt wurde.

Foto: K. Hohn

Erlebnisreiche Kirschblütenwanderung in Mülheim-Kärlich mit Rekordbeteiligung
Die Kirschblüte in Mülheim-Kärlich und Umgebung lockt im Frühjahr immer wieder Gäste aus Nah und Fern an.

Foto: K. Hohn

Erlebnisreiche Kirschblütenwanderung in Mülheim-Kärlich mit Rekordbeteiligung
Erlebnisreiche Kirschblütenwanderung in Mülheim-Kärlich mit Rekordbeteiligung

V.l.n.r.: Stadtbürgermeister Gerd Harner, Kirschblütenkönigin Kira I., Heimat-Chronist Horst Hohn und der 1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbau-Vereins Mülheim Thomas Schneider freuten sich über eine rundum gelungene Veranstaltung. Foto: K. Hohn

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