Gartenbauverein feierte im Pfarrsaal mit der Gemeinde Plaidt
Erntedankfest- eine starke Tradition
Plaidt. „Wer in diesem Sommer die Bilder vom Hochwasser an der Elbe gesehen hat, freut sich ganz besonders, eigenes Gemüse und Obst ernten zu können. Wäre das nicht möglich, müsste trotzdem niemand hier bei uns hungern. Auf den Märkten gibt es bei uns Lebensmittel aus aller Welt zu kaufen.
Deshalb ist der Erntedank-Sonntag so wichtig.
Die Früchte vor dem Altar in der Kirche erinnern daran, dass Menschen von dem leben, was die Erde hervorbringt.
Dazu braucht es die menschliche Anstrengung, aber auch das richtige Wetter dazu - und das kann der Mensch nicht „machen“. Hier zeigt uns die Natur Grenzen auf, und auch deshalb bitten und danken wir in jedem Jahr für eine gute Ernte. Eine prächtige Erntekrone aus heimischen Getreidearten, wie sie am Samstagabend im Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Willibrord Plaidt und nun im Pfarrsaal zu sehen ist, zeigt den erfolgreichen Abschluss der Ernte und den Segen an Nahrung für ein weiteres Jahr.“
Mit diesen Gedanken eröffnete Vorsitzender Erwin Unger die Erntedankfeier im Pfarrsaal in der Mühlenstraße in Plaidt am Sonntag. Daran anknüpfend sprach er über die langjährige Tradition des Weinanbaus in Plaidt und den hohen Stellenwert, den der Wein bereits in den Berichten des Alten Testaments genießt. „Noah aber fing an und wurde ein Ackermann und pflanzte Weinberge. Und da er vom Wein trank, wurde er betrunken …. ,“ heißt es bereits im Kapitel 9, Vers 20., im Buch Genesis. Weitere sieben Stellen finden sich allein in diesem ersten Buch Mose, zwölf weitere in den folgenden drei Büchern. Genauer geregelt wird dann im Buch „Deuteronomium“, dem fünften der ersten Bücher der Bibel, die rechtliche Stellung des Weinbergs und seines Besitzers. Immer wieder wird in diesen Texten dazu aufgefordert, anderen Menschen Anteil am Ertrag des Weinbergs zu überlassen, da dies ein Geschenk Gottes sei.
Die Bibel ist voll von Aussagen über den Umgang mit Wein, und immer wieder leuchtet die Freude durch, den der Weingenuss hervorrufen kann. Allerdings wird dann aber auch vor dem Übermaß gewarnt und auf die Folgen hingewiesen, wenn zuviel Wein getrunken wird. Das konnte bei dieser „Weinprobe mit Bibeltexten“ allerdings nicht geschehen, denn die fleißigen Helferinnen kamen kaum nach, allen Gästen rechtzeitig Weinproben nachzugießen.
Für die Christen finden sich dann im Neuen Testament mehrere wichtige Stellen, die das Verhältnis von Jesus Christus zum Wein und zum Weingenuss darstellen. Hier erinnerte der Referent an die Beschreibung des ersten Wunders, als beim Hochzeitsfest zu Kana das Wasser zu Wein verwandelt wurde, damit die Menschen weiter feiern und fröhlich sein konnten. Schließlich wurde die Stelle zitiert, in der Jesus das gebrochene und ausgeteilte Brot als sein Fleisch und den Wein als sein Blut bezeichnet, wie es die Christen bis heute in der hl. Messe feiern.
Weinanbau und Weinkultur und Weingenuss sind fest verwurzelt in unserer Gesellschaft und sollen entsprechend gepflegt werden. Mit bekannten Redensarten und Weinsprüchen konnten nun die Anwesenden zum Thema „Wein im Alltag“ beitragen, was mit sichtlich großer Freude geschah.
Inzwischen hatte sich der Pfarrsaal gefüllt, und als dann der „Döppekooche“ verteilt wurde, ließen es sich fast einhundert Gäste gut schmecken.
Ein Hobby-Drechsler aus Plaidt hat es sich nicht nehmen lassen, für Weinfest und Weinprobe speziell Flaschenkorken mit gedrechseltem Griffstück zu verschönern. Diese Unikate sind zum Verkauf für einen sozialen Zweck angeboten worden. Mehrere davon sind jetzt noch zu haben.
Insgesamt sind hier 90 Euro zusammengekommen, die dem Verein EOS in Wiesbaden überwiesen werden.
Vom ersten „Plaidter-Indoor-Weinfest“, welches am Abend zuvor in der Plaidter Hummerich-Halle vom Männerchor ausgerichtet wurde, hat der Gartenbauverein noch mehrere Weinreben anzubieten. Einige Gäste nutzten die Gelegenheit und erwarben sich jeweils einen Weinstock, die bereits im kommenden Jahr Tafeltrauben tragen werden. Familie Weiler (Tel. 66 47) und Familie Unger (Tel. 59 49) nehmen gerne weitere Bestellungen entgegen.
Nach Kaffee und Kuchen konnte das beschauliche Fest langsam ausklingen.
Zuvor ist auf die große Weinprobe zwischen den Festtagen zum Jahreswechsel hingewiesen worden, die am Samstag, 28. Dezember, wiederum im Pfarrsaal in der Mühlenstraße in Plaidt stattfinden wird.
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