Allgemeine Berichte | 10.10.2014

Andernacher Bürger laden zum „Döppekoche-Essen“ ein

Es ist wieder Döppekochezeit

Andernach. Sobald der Oktober gekommen ist, beginnt für die Andernacher und natürlich auch für die Bewohner von der Umgebung von Andernach eine Zeit, die einen besonderen Genuss für den Gaumen ermöglicht, nämlich den „Döppekoche“. Früher ein sogenanntes „Armleute-Essen“, welches auch in dem Monat November oft als die „Martinsgans des kleinen Mannes“ bezeichnet wurde, hat sich dieses Gericht mittlerweile einen hervorragenden Ruf auch unter Gourmets erarbeitet. Überall laden Vereine, Nachbarschaften oder Familien zu einem gemeinsamen „Döppekoche-Essen“ ein. Nicht nur die eigentlichen Zutaten, welche für den „Döppekoche“ benötigt werden, sondern auch alle übrigen Utensilien, welche zum Backen erforderlich sind, sind in einem kleinen Gedicht nachzulesen. Das Gedicht wurde dem von Heiner Lohner verfassten Buch „En Annenach, öm Annenach on öm Annenach eröm“ entnommen.

De Döppekoche „Frau Nies linnt mir doch mol euer Kasseroll Für meine Döppekooche, jestriche voll. Do fällt mir doch jerad noch enn, En decke Zwiewwel mößt och noch dren. Denn ausjerechennt heut vom Maat Hann esch kän Zwiewwele metjebraacht. Merkt euch jenau, Frau Nies, bie deck, Ihr kreit die selwe Grüß zoröck. On seit su jot – esch sein janz steif, On leiht mir euere Krombierereif. Die mein es schrottelich on janz verrost. Esch mööcht doch wesse, wat en neue kost. Et Nüdichste, dat es en Reif, Für Chrestdaach esch en Zeedel schreif. Frau Nies, soht, hat ihr Eier do, Dann linnt mir doch e klänes, jo? Ihr weßt jo och, su e Ei Schön flutschich micht de Krombierebrei. Onn dann e Güssje Öl, dat mößt noch erenn, E Achtelche jenöcht, dat häut su hin. Hatt ihr vielleicht e Fitzje Speck? Näh, näh, net esu deck, net esu deck. Euer deef Komp, die mößt esch noch hann, Dat esch der Brei got röhre kann, Die hät su dat rechtije Fasson. Ihr kreit se widder ohne Sprung. Och Gott, Frau Nies, bat fäng ech an? Morje ürscht kümmt onsere Brikettsmann. Jenoch, jenoch, 5 Stöck die lange, Öm mei klän Herdche aanzefange. Frau Nies, watt esch noch sohn euch wollt, Euer Krombiere aus Ääich sein wondervoll, Linnt mir e paar, bes morje fröh,

Esch hann jerad kän decke mieh! Sonst hann esch awer alles do, Macht mir die Dür noch off, joh? Wenn ihr dann morje et Finster off dot zeje, Könnt ihr de Döppekooche reje.“

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