Allgemeine Berichte | 29.09.2017

Historischer Verein Andernach

Exkursion nach Köln

Mitglieder besuchten Rautenstrauch-Jost-Museum sowie das Römisch-Germanische-Museum - Nächste Exkursion am 21. Oktober

Zwischen den beiden Museumsbesuchen stärkte man sich in einem Brauhaus. privat

Andernach. Die jüngste Exkursion des Historischen Vereins Andernach unter dem Motto „Firmus blickt über den Tellerrand“ führte die Mitglieder nach Köln ins Rautenstrauch-Jost-Museum sowie ins Römisch-Germanische-Museum neben dem Dom.

Das Rautenstrauch-Jost-Museum, welches im Jahr 2010 neu eröffnet wurde, stellt allein mit seiner modernen Architektur ein sehenswertes Ziel dar. Bestechend dann der neue, entstaubte Blick auf die ethnologische Sammlung, die sich vor allem aus dem Nachlass des Kölner Geografen und Völkerkundlers Wilhelm Jost (1852– 1897) rekrutiert, welche 1899 von seiner Schwester Adele Rautenstrauch und ihrem Ehemann Eugen der Stadt Köln vermacht wurde. Des Weiteren kam die Sammlung ozeanischer und afrikanischer Kunst des Düsseldorfer Künstlers Klaus Clausmeyer, die die Stadt Köln 1966 erwerben konnte und die Sammlung des Kölner Bankierssohns Max von Oppenheim dazu. Zuletzt trugen auch Irene und Peter Ludwig zu diesem großen Fundus bei, so dass das Museum eine der zehn größten und bedeutendsten ethnografischen Sammlungen Deutschlands vorweisen kann.

Wurden im alten Museum die Exponate in den Räumen nach geografischer Zusammengehörigkeit präsentiert, so ist das Museumskonzept jetzt im Neubau komplett überarbeitet worden und zeigt einen völlig neuen Ansatz: Unter Einbeziehung der europäischen Kultur soll durch den Vergleich der Kulturen unter verschiedenen thematischen Anordnungen das gleichberechtigte Dasein und die Ebenbürtigkeit aller Kulturen betont werden.

Den Mitgliedern wurde dieser neue Ansatz in einer Führung sehr anschaulich vermittelt. Da noch ein zweites Museum auf dem Programm stand, musste man sich unter Bedauern nach eineinhalb Stunden leider wieder auf den Weg machen. Zunächst ging es zur Stärkung in ein Kölner Brauhaus. Nach einem guten Mittagessen und ein paar Kölsch traf die Gruppe im Römisch-Germanischen-Museum den wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Jan Krämer, der die Mitglieder des Historischen Vereins bei einem Rundgang durch die Sammlung über die Neukonzeption des Museums nach der anstehenden Schließung in 2018 informierte. Dr. Jan Krämer, der mit dem Umzug der Sammlung betraut ist, wusste anschaulich die vielschichtigen Probleme eines solchen Unterfangens, vor allem auch in Hinblick auf die Rolle des Kölner Stadtrats, zu schildern. Leider steht der Verwirklichung neuer Konzepte unter Berücksichtigung der neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen und technischen Möglichkeiten der stets leere Geldsäckel der Städte gegenüber. Die Andernacher wissen ein Lied davon zu singen. Auch dieses Mal waren sich die Mitglieder einig, dass dies ein schöner, informativer und unterhaltender Ausflug gewesen ist. An dieser Stelle sei bereits auf die nächste Exkursion am 21. Oktober verwiesen: Dann geht es nach Trier ins Stadtmuseum Simeonstift (Kunst- und Kulturschätze vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert). Die vielschichtige Sammlung zeigt Gemälde, Skulpturen, Textilien und kunsthistorische Erzeugnisse, wobei der Schwerpunkt auf der Stadtgeschichte liegt. Nach einer Mittagspause steht die Sonderausstellung „Mode“ auf dem Programm. Hinfahrt mit dem Bus: 8.45 Uhr Breitestraße, Höhe Wasserturm. Rückfahrt circa 15.30 Uhr, Ankunft Andernach circa 18 Uhr.

Zwischen den beiden Museumsbesuchen stärkte man sich in einem Brauhaus. Foto: privat

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