Allgemeine Berichte | 31.05.2026, 19:09 Uhr

Historische Spurensuche

Exkursion zur historischen Wernerlegende und Rheinromantik in Bacharach 2026

Exkursion nach Bacharach
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Andernach. Getreu dem Jahresmotto 2026 folgend, widmeten sich Mitglieder des Historischen Vereins der Spurensuche nach (sogenannten) Heiligen, diesmal in Bacharach.

Hier steht die „Wernerlegende“ als erfolgreiches Geschäftsmodell lukrativer Wallfahrten im Fokus.

Doch Bacharach hat noch mehr zu bieten.

Getreu dem Jahresmotto 2026 folgend, widmeten sich Mitglieder des Historischen Vereins der Spurensuche nach (sogenannten) Heiligen, diesmal in Bacharach.Hier steht die „Wernerlegende“ als erfolgreiches Geschäftsmodell lukrativer Wallfahrten im Fokus.Doch Bacharach hat noch mehr zu bieten:

Im Rahmen einer kundigen Stadtführung durch Herrn Becker bei hochsommerlichen Temperaturen erfuhren die Mitglieder des Historischen Vereins, dass der Ortsname keltischen Ursprungs ist – und nicht vom Römischen Gott Bacchus herrührt – obwohl Weinbau und Weinhandel stets eine hervorragende Bedeutung hatten.

Im Mittelalter war B. einer der wichtigsten Handels-, Stapel- und Umschlagplätze für Wein und Holz am Mittelrhein.

Eine gut erhaltene Stadtbefestigung bezog auch Burg Stahleck ein; einen Teil des Stadtmauer-Rundweges mit markanten Wehrtürmen wurde erkundet.

Auf Burg Stahleck, heute Jugendherberge, fand 1194 eine politisch bedeutsame Hochzeit statt: durch die Eheschließung von Agnes von Stahleck mit Heinrich dem Welfen wurde die Fehde zwischen den Welfen und den Hohenstaufern beendet.

Der Spaziergang führte weiter an malerischen Fachwerkhäusern, dem Malerwinkel (früher Gerberviertel), dem alten Rathaus, der Peterskirche, der Münze und machte verständlich, dass v.a. im 19. Jahrhundert Bacharach ein Zentrum der Rheinromantik und ihrer Dichter wurde (Heine, Victor Hugo u.a.).

Die Mittagspause fand im alten Posthof (ehemals Pfarrhof von St. Peter) unterhalb der Ruine der Wernerskapelle statt.

Die Wernerlegende besagt, dass Werner in Oberwesel von Juden 1287 ermordet wurde, um sein Blut für rituelle Zwecke zu verwenden.

Seine Leiche wurde in der Nähe von B. gefunden. Durch religiöse Propaganda angefeuert folgten grausame Pogrome und gleichzeitig wurde Werner von der Bevölkerung als Heiliger verehrt.

Im 15. Jahrhundert war es Dr. Winand von Steeg, der den Bau der Wernerskapelle förderte, die zum Ziel von Wallfahrten wurde.

Winand von Steeg versuchte die Heiligsprechung Werners zu beschleunigen – vergeblich, mittlerweile hat die katholische Kirche Werner aus dem „Heiligenkalender“ gestrichen.

Die verbleibende Zeit bis zur Heimreise wurde individuell genutzt, wobei das kühle Kirchenschiff von St. Peter gern aufgesucht wurde!

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Exkursion nach Bacharach Foto: Thilo Heyl

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